Kritische Ereignisse
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Pflegekammern:
Die Pflege drängt auf Eigenständigkeit

v. Eugenie Wulfert,

in B E R L I N E R Ä R Z T E  4/2013,  S. 14 ff.; online unter >>> http://www.berliner-aerzte.net/pdf/bae1304_014.pdf <<< (pdf.)


 Inkorrekte Insulininjektionen

 

Mehrere insulinpflichtige Diabetiker erhalten ihr Insulin nicht nach ärztlicher Anordnung.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 29.03.12) <<< (html)


 Medikamente vertauscht

Die Medikamente der Bewohnerinnen eines Doppelzimmers werden vertauscht und der Vorfall wird nicht im Team kommuniziert.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 25.02.11) <<< (html)


Beabsichtigung einer Gewalttat

Im Gespräch mit Angehörigen, die ihre Mutter nach Hause holen wollen, stellt sich heraus, dass die Mutter zu Hause keine Flüssigkeit und keine Nahrung mehr erhalten soll.

Was ist passiert?        

Angehörige kündigen den Pflegeheimplatz ihrer Mutter.

Während des Gespräches stellt sich heraus, dass die Angehörigen ihrer Mutter, die seit 3 Jahren über eine PEG ernährt wird, zu Hause keine Flüssigkeit und keine Nahrung mehr geben wollen. Unter Umständen könnten sie sich auch vorstellen, der Mutter eine tödliche Menge Schlaftabletten zu geben.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 01.02.11) <<< (html)



 

Essigreiniger zur Desinfektion

Bei einem ambulanten Pflegedienst ergeht die Anweisung Pflegehilfsmittel mit "Essigreiniger zu desinfizieren".

Was ist passiert?

Bei einem ambulanten Pflegedienst ergeht die Anweisung Toilettenstühle, Waschschüsseln und ggf. andere Pflegehilfsmittel nach der Benutzung mit "Essigreiniger zu desinfizieren". >>> weiter

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 20.01.11) <<< (html)


Auf ein Wort zum Sonntag: Das „Selbstentleibungsverbot“

Msgr. Elio Sgreccia, der jüngst von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal erhobene ehemalige Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, fordert ein Umdenken beim Thema Selbstmord und da nimmt es nicht wunder, dass auch er neben einem Zentraldogma an zwei große Philosophen erinnert:

„Platon sagte, daß das Leben nicht in den Händen des Menschen liege und daher niemand das Recht habe, es sich zu nehmen. Kant erklärte, daß nur das erlaubt sei, was von allen gemacht werden könne. Deshalb sei Selbstmord nicht erlaubt, denn wenn ihn alle begehen würden, würde die gesamte Menschheit aussterben. “Wenn es Kant verstanden hat, dann können es also alle verstehen” (Quelle: Katholisches, Kardinal Sgreccia: Nicht Selbstmord, sondern Selbstmörder respektieren – Wenn Kant es verstanden hat, kann es jeder verstehen >>> http://www.katholisches.info/?p=10323 <<< html).

Nun soll hier allerdings nicht verschwiegen werden, dass es auch andere namhafte Philosophen gibt, die durchaus eine diametral entgegengesetzte Position vertreten und es fragt sich, wie nun die interessierte Bürgerin und der Bürger mit diesen Grundinformationen umzugehen gedenkt.

Es ist kein Geheimnis, dass ganz aktuell sich Philosophen und solche, die sich das große Spektrum der Philosophie gleichsam als Hobby ausgesucht haben, in aller Regel bemüht sind, die gedanklichen Überlieferungen Kants in Erinnerungen zu bringen, ist dieser mit seinen Lehren doch durchaus prägend für unsere Rechtskultur, aus denen dann gewissermaßen philosophische Gebote kreiert werden, die nach Verbindlichkeit heischen. Ein moralischer Ungehorsam – etwa gegen das „Selbstentleibungsverbot“ – wird umgehend „abzustrafen“ sein und da wiegt es natürlich besonders schwer, wenn gar die Gattung Mensch insgesamt vom Aussterben bedroht sei, wenn alle eine Selbstentleibung begehen würde.

Nun – wenn es Kant verstanden hat, so die Kunde des Kardinals, dann können, wir es alle verstehen. Es erscheint außerhalb jeglicher Betrachtungsweise, dass das Kantsche Selbstentleibungsverbot – und freilich auch die Lehre Platons – mit Prämissen versehen wurde, die aufzustellen ausdrücklich in das Ermessen des Einzelnen gestellt sind. Der Mensch ist nicht verpflichtet, sich für die Gattung Mensch instrumentalisieren zu lassen – einem Akt der Instrumentalisierung, in der das Individuum weniger als Subjekt sondern mehr als Objekt erscheinen muss, da er als der Gattung zugehörig eben um den Erhalt dieser wegen sich der Gattung nicht entziehen und damit in der Folge „verweigern“ darf. So gesehen kulminiert der Gattungsgedanke in eine Pflicht zum „Leben“ und zwar solange, bis der biologisch vergängliche Körper aufgrund von körperlicher Pein wieder zur Asche wird (und wir im Übrigen hinüber gleiten in eine transzendente Welt, so wir denn glauben) und dieser Prozess ausdrücklich nicht von eigener oder fremder Hand in Gang gesetzt werden darf.

Es ist keine Frage: Auch wir werden hier den „Streit“ nicht befrieden können und es erscheint mir persönlich daher auch mehr als müßig, sich mit den Lehren Kants oder Platons, aber eben auch mit modernen Gegenwartsethikern und Hobbyphilosophen aufzuhalten, da wir auf ein Grundgesetz zurückblicken können, dass jenseits der Philosophie, der Ethik und der Moraltheologie uns ein Mehr an Autonomie einräumt und es eben keine Pflicht zum „Leben“ gibt! Punkt um!

In diesem Sinne hoffe ich also, dass all diejenigen, die das „Ob“ und „Wie“ – mithin also den verfassungsrechtlich zentralen Hintergrund des freien Selbstbestimmungsrechts – „verstehen“, sich letztlich nicht von Kant oder Platon und seinen modernen Gegenwartsjüngern beirren lassen und so das Selbstentleibungsverbot als einen Mythos entlarven. Der frei verantwortliche Suizid bedarf keiner Rechtfertigung, auch nicht um den Erhalt der Gattung Mensch wegen!

Gleichwohl mag es spannend sein, hierüber vortrefflich zu philosophieren; die langen Winterabende laden hierzu ein, um sich mit bedeutsamen Fragen der Mythen- und Legendenschöpfung zu befassen und da kann es durchaus sein, dass wir vielleicht auch die Frage aufwerfen, ob die Gattung Mensch stets erhaltenswert gewesen ist: Nun will ich hier nicht über die „Sintflut“ mit all ihren Implikationen spekulieren, aber immerhin war es wohl einigen Gerechten vorbehalten, der „Strafe Gottes“ zu entgehen.

So gesehen dürfen wir denn auch alle frohen Mutes sein, denn es wird sicherlich einige gerechte und geläuterte Ethiker und Philosophen in unserem Lande geben, die den Freiheitsverbürgungen unseres Grundgesetzes eine Absage erteilen; sie frönen dem „Selbstentleibungsverbot“ und sichern so in der Folge den Bestand der Gattung Mensch auch in unserem Staats- und Hoheitsgebiet.

Setzen wir die „Sintflut“ gedanklich mit dem „egozentrischen Egoismus der Individualisten“ gleich, so dass die latente Gefahr besteht, dass unsere Gesellschaft moralisch verrohen wird, da u.a. einige (?) Individualisten glauben, sich selbst entleiben zu dürfen und insofern der Selbstbestimmungsidee verfallen sind, besteht für die Gutmenschen innerhalb unserer Gattung kein konkreter Handlungsbedarf, bleiben diese doch „gerecht“ und gelten als besonders moralisch und ethisch integer, so dass eben die Gattung Mensch nicht untergehen wird.

Indes werden die egozentrischen Individualisten ihr Schicksal selbst besiegeln und so gesehen wäre dann die Gesellschaft ein Stück weit „moralischer“ geworden, haben sich doch die unbequemen Gesellschaftsmitglieder, die nicht den Botschaften der Oberethiker in diesem Lande ihr uneingeschränktes Vertrauen schenken wollen, selbst ins „Abseits“ und vor allem ins „Jenseits“ befördert.

Dies wäre ein Vision, die den namhaften Oberethikern doch gelegen sein dürfte und von daher könnte einiges dafür sprechen, für einen kollektiven Suizid jedenfalls der egozentrischen Individualisten wenn nicht schon zu „werben“, so ihn doch zumindest für legal zu bewerten.

Nun, dies wird freilich nicht geschehen, befinden sich doch die Gerechten auf einer Mission und es liegt nun einmal dem missionarischen Gedanken zugrunde, die Individualisten von ihrem Irrweg abzuhalten.

Aber gerade die Verfechter des Selbstbestimmungsrechts dürften standfester denn je sein und von daher bleibt der ethische Hochdiskurs nach wie vor spannend.

Ihr Lutz Barth (05.12.10)

Der Kurzbeitrag ist auch im BLOG „Ärztliche Assistenz beim Suizid“ eingestellt. Wenn Sie mögen, können Sie dort einen Kommentar hinterlassen.

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Pflegeheim ohne Personal

Als eine Bewohnerin gegen 20:30 Uhr zurück ins Heim gebracht wird, finden die Sanitäter keine Pflegenden vor.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 02.12.10) <<< (html)


Demenz – Ende der Selbstbestimmung?

Ein Nachruf v. Lutz Barth (25.11.10)

zur öffentlichen Tagung des Deutschen Ethikrats am 24.11.10 in Hamburg

Voller Erwartungen an die Veranstaltung des Deutschen Ethikrats zu einem mehr als spannenden und vor allem zentralen Thema der Zukunft gerade an der Schnittstelle zwischen Recht und Ethik habe ich mich mit einigen Kollegen und Bekannten in den frühen Morgenstunden aufgemacht, um an der Veranstaltung auch pünktlich teilnehmen zu können, denn immerhin ist die A1 seit geraumer Zeit eine Großbaustelle. >>> weiter

>>> Pdf. Dokument aufrufen und drucken <<<

Anmerkung:

Der vorliegende Beitrag wurde auch im BLOG „Patientenverfügung / Patientenautonmie“ eingestellt. Gerne können Sie dort einen Kommentar hinterlassen oder uns Ihren persönlichen Eindruck von der Veranstaltung am 24.11.10 schildern, sofern Sie zugegen waren.

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Pflege trotz gekündigtem Pflegevertrag

Ein Bewohner wird in einer betreuten Wohngruppe gepflegt, obwohl der Pflegevertrag bereits vor längerer Zeit gekündigt wurde. >>> weiter

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Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 15.10.10) <<< (html)


Organspende: Lebendspenden helfen aus dem Tief

Strukturen müssen zugunsten der Widerspruchslösung verändert werden

von Volker Heiliger, Ärztekammer Westfalen-Lippe, in WESTFÄLISCHES ÄRZTEBLATT 10|10, S. 17 ff.; online unter WESTFÄLISCHES ÄRZTEBLATT 10|10 >>> http://www.aekwl.de/fileadmin/aerzteblatt/pdf/waeb1010.pdf <<< (pdf.)


„Dammbruch“ – Argument und Sterbehilfe: Was will uns das BVerfG sagen?

„Dem Grundgesetz liegen Prinzipien der Staatsgestaltung zugrunde, die sich nur aus der geschichtlichen Erfahrung und der geistig-sittlichen Auseinandersetzung mit dem vorangegangenen System des Nationalsozialismus erklären lassen.

Gegenüber der Allmacht des totalitären Staates, der schrankenlose Herrschaft über alle Bereiche des sozialen Lebens für sich beanspruchte und dem bei der Verfolgung seiner Staatsziele die Rücksicht auch auf das Leben des Einzelnen grundsätzlich nichts bedeutete, hat das Grundgesetz eine wertgebundene Ordnung aufgerichtet, die den einzelnen Menschen und seine Würde in den Mittelpunkt aller seiner Regelungen stellt.

Dem liegt, wie das Bundesverfassungsgericht bereits früh ausgesprochen hat (BVerfGE 2, 1 [12]), die Vorstellung zugrunde, daß der Mensch in der Schöpfungsordnung einen eigenen selbständigen Wert besitzt, der die unbedingte Achtung vor dem Leben jedes einzelnen Menschen, auch dem scheinbar sozial "wertlosen", unabdingbar fordert und der es deshalb ausschließt, solches Leben ohne rechtfertigenden Grund zu vernichten.

Diese Grundentscheidung der Verfassung bestimmt Gestaltung und Auslegung der gesamten Rechtsordnung. Auch der Gesetzgeber ist ihr gegenüber nicht frei; gesellschaftspolitische Zweckmäßigkeitserwägungen, ja staatspolitische Notwendigkeiten können diese verfassungsrechtliche Schranke nicht überwinden (BVerfGE 1, 14 [36]). Auch ein allgemeiner Wandel der hierüber in der Bevölkerung herrschenden Anschauungen - falls er überhaupt festzustellen wäre - würde daran nichts ändern können.

Das Bundesverfassungsgericht, dem von der Verfassung aufgetragen ist, die Beachtung ihrer grundlegenden Prinzipien durch alle Staatsorgane zu überwachen und gegebenenfalls durchzusetzen, kann seine Entscheidungen nur an diesen Prinzipien orientieren, zu deren Entfaltung es selbst in seiner Rechtsprechung entscheidend beigetragen hat.

Damit wird kein absprechendes Urteil über andere Rechtsordnungen gefällt, "die diese Erfahrungen mit einem Unrechtssystem nicht gemacht haben und die aufgrund einer anders verlaufenen geschichtlichen Entwicklung, anderer staatspolitischer Gegebenheiten und staatsphilosophischer Grundauffassungen eine solche Entscheidung für sich nicht getroffen haben" (BVerfGE 18, 112 [117]).“

Quelle: BVerfGE 39, 1 (68); online nachlesbar im Deutschen Fallrecht (DFR) unter >>> http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv039001.html <<< (html)

Dort auch mit weiteren Querverweisen!

Kurzkommentar:

Diese bedeutungsvolle Passage findet sich in der ersten großen Entscheidung des BVerfG zum Schwangerschaftsabbruch und könnte uns einen Einblick dahingehend ermöglichen, wie wir in der Folge der ethischen Grundsatzdebatte über die Frage der Legalisierung der ärztlichen Suizidbeihilfe das vielfach beliebte „Dammbruch-Argument“ einordnen können, das häufig von Medizinethikern als gewichtiges Pfund ins Feld geführt wird.

Das BVerfG bekräftigt die Wertentscheidungen des Grundgesetzes, die sich insbesondere vor dem Hintergrund geschichtlichen Erfahrung und der geistig-sittlichen Auseinandersetzung mit dem vorangegangenen System des Nationalsozialismus erklären lassen, ohne dass ich allerdings hierin ein Argument zu erblicken vermag, dass von vornherein geeignet ist, bereits eine notwendige Diskussion etwa über die ärztliche/nichtärztliche Suizidbeihilfe im Keime zu ersticken.

Entscheidend ist vielmehr, dass der Allmacht des totalitären Staates deutliche Grenzen gezogen werden und – was nicht minder gewichtig ist – eine Grenzverschiebung auch nicht aufgrund des Volkes Wille demokratisch legitimierbar ist: Anschauungen des Staatsvolkes über den Wert des Lebens an sich sind ebenso unbeachtlich wie Zweckmäßigkeitserwägungen oder sog. Staatsnotwendigkeiten, so dass das Leben eines jeden Menschen, also auch der schwachen, behinderten, sterbenden und schwersterkrankten, stets zu achten ist und zwar primär durch alle Staatsorgane.

Ein „sozialverträglicher Zwang zum Frühableben“ ist damit ausgeschlossen, jedenfalls soweit er staatlich organisiert werden soll und ggf. hierüber sich auch die herrschende Anschauung in der Bevölkerung geändert haben sollte.

Zu fragen allerdings ist, ob die Bürgerin und der Bürger für sich eine individuelle Entscheidung treffen dürfen, in der sie/er für sich meinen, die Kategorien eines „lebensunwerten Lebens“ erschließen zu dürfen und ob der Gesetzgeber angehalten ist, hier den Grundrechtsträgern als Adressat der grundrechtlichen Freiheitsverbürgungen einen Rechtsrahmen zu eröffnen, der ihnen dieses exklusive Wahlrecht ermöglicht?

 Gerne möchten wir mit Ihnen hierüber im BLOG „Ärztliche Assistenz beim Suizid?“ diskutieren und wenn Sie mögen, können Sie dazu einen Kommentar einstellen.

Lutz Barth, 27.09.10


Zurückgeschlagen

Als ein demenziell erkrankter Bewohner nach einer Pflegekraft schlägt, schlägt diese zurück.

Was ist passiert?

Ein demenziell erkrankter Bewohner wehrt sich vehement gegen die Grundpflege und versucht zu kneifen. Als er nach der Pflegekraft schlägt, schlägt ihm diese ins Gesicht.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 15.07.09) <<< (html)


Einfachere Organspende umstritten

Ärztekammerchef gegen neues Gesetz - SPD-Experte fordert neue Initiative

Quelle: Welt online v. 31.08.10 >>> http://www.welt.de/die-welt/politik/article9303188/Einfachere-Organspende-umstritten.html <<< (html)


Kurze Anmerkung (L. Barth, 01.09.10):

Dem o.a. Bericht zufolge hat der Vizepräsident der BÄK, Montgomery, deutliche Vorbehalte gegen eine Widerspruchslösung geäußert, während demgegenüber der Präsident der BÄK, Hoppe, zumindest eine Debatte über eine Gesetzesänderung befürwortet.

Nun – die Bedenken von Montgomery sollten zwar ernst genommen werden, wenngleich doch sein Hinweis darauf, dass bereits die Debatte darüber „mehr Nutzen als Schaden bringe“, wohl eher neben der Sache liegt. Selbstverständlich ist über die Widerspruchslösung zu diskutieren, zumal grundsätzlich nicht davon ausgegangen werden kann, dass dieses Thema die Bevölkerung überfordert!

Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei einigen die bestehenden Ressentiments verstärkt werden, aber gleichwohl sollte hier – ähnlich wie bei dem Problembereich der „Patientenverfügung“ in erster Linie auf Aufklärung gesetzt werden, zumal es den Bedenkenträgern anheim gestellt wäre, diesbezüglich einen Widerspruch zu erklären. Ohne Frage hat jeder Mensch das Recht, sich nicht mit seinem Lebensende zu befassen so wie er eben auch für sich entscheiden kann, keine Patientenverfügung abfassen zu wollen. Gleichwohl geht grundsätzlich mit dem Selbstbestimmungsrecht auch einher, dass die Wahrnehmung und die Ausübung eines Grundrechts auch mit einer Selbstverantwortung korrespondiert – einer Selbstverantwortung, der wir uns stellen sollten und insofern könnte eine (auch leidenschaftliche) Debatte über die mögliche Widerspruchslösung einen Beitrag dazu leisten, uns mit gewichtigen (ethischen) Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen.

Andererseits ist auffällig, dass offensichtlich auch Diskussionsbedarf innerhalb der Bundesärztekammer besteht so wie bei der Frage nach der ärztlichen Suizidbeihilfe.

Wir werden die Diskussion kritisch begleiten, steht doch nach diesseitiger Auffassung gerade der Vizepräsident in den einschlägigen Wertediskursen für Positionen, in denen sich nicht selten  – mit Verlaub – ein „seltsames“ Verfassungsverständnis offenbart. Erstaunen löst zuweilen der Positionswechsel bei der Beurteilung des Selbstbestimmungsrechts aus: während gewissermaßen leidenschaftlich gegen ein Patientenverfügungsgesetz und gegen die ärztliche Suizidhilfe („Wir sind keine Mechaniker des Todes“) votiert wurde, besinnt man sich jetzt auf das Recht, sich nicht mit dem „Tod“ beschäftigen zu müssen.

Sei es drum: die Debatte ist wichtig und muss geführt werden, auch wenn einige Personen aus nachvollziehbaren Gründen Berührungsängste mit dem Thema Organspende im Allgemeinen und der Widerspruchslösung im Besonderen haben.


 

Drohender Auszug

Einem Bewohner droht der Auszug aus dem Pflegeheim, da die Kinder eine Beendigung der Sondenrenährung wünschen.

Was ist passiert?

Die beiden Kinder eines bettlägerigen Bewohners, der bereits seit einigen Jahren im Pflegeheim lebt und schon lange ausschließlich über eine PEG-Sonde ernährt wird, möchten, dass jetzt die Ernährung eingestellt wird.

Der Bewohner ist ein sogenannter Selbstzahler. Eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht liegen nicht vor. Eines der Kinder besitzt die gesetzliche Betreuung. Auch der Hausarzt würde diese Entscheidung mittragen.

Der Bewohner selbst kann sich verbal nicht mehr äußern. Er reagiert nur auf Musik oder Gesang positiv.
Während der Pflege ist er stets sehr unruhig, was aber etwa eine halbe Stunde danach nachlässt. >>> weiter

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 23.08.10) <<< (html)


Isolation nach Übergriffen
Einem Heimbewohner droht nach Übergriffen gegen Pflegerinnen die soziale Isolation.

Was ist passiert? 

Pflegerinnen gingen mit einem Heimbewohner täglich außerhalb des Pflegeheimes spazieren. Dies stellte die einzige Beschäftigung für ihn dar, da er von den anderen Bewohnern ignoriert wird.
Anfangs verliefen diese Spaziergänge sehr harmonisch, doch dann fing der Bewohner an, die Pflegerinnen grob und auch unsittlich anzufassen.
Dies hat zur Folge, dass die Pflegerinnen sich weigern, weiterhin Spaziergänge zu unternehmen. Jetzt  besteht die Gefahr, dass der Bewohner sozial isoliert wird.
>>> weiter

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 26.07.10) <<< (html)


Wie wird (oder soll!?) die aktuelle Debatte um die ärztliche Suizidbeihilfe von der Öffentlichkeit wahrgenommen (werden)?

Spätestens seit der Erscheinung des schon im Gewande eines „Klassikers“ uns allen offenbarten Buches des Berliner Arztes Dr. Michael de Ridder mit dem Titel „Wie wollen wir sterben“: ?: Ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin (2010) mag der eine oder andere Interessierte den Eindruck gewinnen, als werde mit dem Thema insgesamt ethisches Neuland betreten und da dem so sei, erscheint es allemal angebracht, einstweilen noch vornehme Zurückhaltung in den Diskussionen zu üben, zumal wir Deutsche doch gerade eine besondere Verantwortung vor dem Hintergrund unserer ureigenen Vergangenheit zu tragen und vor allem auch wahrzunehmen haben. >>> weiter

v. Lutz Barth, 19.08.2010, im BLOG „Ärztliche Assistenz beim Suizid?“

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Moralischer Druck einspringen zu müssen

Auf  Pflegende wird moralischer Druck aufgebaut, trotz Frei immer wieder einspringen zu müssen.

Was ist passiert?

Wohnbereichs- bzw. Pflegedienstleitung rufen immer wieder bei Pflegenden, die frei haben, zu Hause an, weil sie jemanden suchen, die/der bei krankheitsbedingten Ausfällen einspringt.

Wir Pflegende können uns im Frei gar nichts mehr vornehmen, weil wir im Hinterkopf haben, die Leitung könnte wieder anrufen.
Es stellt sich auch keine richtige Erholung mehr ein. >>> weiter

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Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 26.07.10) <<< (html)


Ernährung mittels Spritze

Bewohner, die den Mund nicht öffnen, wird mit einer Sondenspritze die Nahrung und die Flüssigkeit in den Mund gedrückt.

Was ist passiert?

Bewohner mit fortgeschrittener Demenz, die den Mund nicht mehr öffnen, werden mit einer Spritze ernährt.
Die Spritze wird zwischen die Lippen geschoben und es werden immer wieder 10ml Nahrung oder Flüssigkeit in den Mund gedrückt.
Es gibt Bewohner, die diese Art der Ernährung zu akzeptieren scheinen. Andere zeigen Widerwillen oder Abwehr.
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Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 29.06.10) <<< (html)


Auch Demente kommen in den Himmel…

und so gesehen wird sich wohl der gläubige Christ bereits hier auf Erden mit der Frage auseinanderzusetzen haben, welchen Willen er in seiner Patientenverfügung niederzuschreiben gedenkt.

Die Diskussion darüber, ob der zunächst noch von kognitiven Einbußen „verschonte“ Erdenbürger überhaupt für den Fall einer späteren Demenz eine Patientenverfügung treffen darf, scheint „eingeschlafen“ zu sein. >>> weiter

v. Lutz Barth, 02.07.2010, im BLOG „Ärztliche Assistenz beim Suizid?“

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Vertauschte Insulininjektionen

Eine Auszubildende injiziert zwei Bewohnern das falsche Insulin.

Was ist passiert?

Eine Auszubildende spritzt einem Bewohner morgens ein Insulin, welches nur für abends verordnet ist, obwohl die Pens entsprechend gekennzeichnet und die Verordnung eindeutig dokumentiert ist.

Sie geht dann zu einer weiteren Bewohnerin und verabreicht ihr eine Insulininjektion. Dies geschieht ohne den Auftrag der verantwortlichen Praxisanleitung, die der Bewohnerin kurz zuvor bereits Insulin injiziert hatte. Zudem handelt es sich um ein Insulin, dass gar nicht für die Bewohnerin vorgesehen ist.

Eine Pflegehelferin bekommt die Vorgänge mit und informiert die verantwortliche Praxisanleitung.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 04.06.10) <<< (html)


Selbstjustiz in Alten- und Pflegeheimen ist keine Lösung!

Der aktuell vor dem BGH zur Entscheidung anstehende Fall zur „Sterbehilfe“ wirft in vieler Hinsicht bedeutsame Fragen auf, die einer Klärung bedürfen.

Das Selbstjustiz – egal von welcher Partei ergriffen – kein gangbarer Weg ist, bedarf keiner großen Erläuterung, wenngleich doch die Wertungswidersprüche zwischen den Trägern einerseits und den Betreuern andererseits über den Rechtsgüterschutz der ihnen jeweils anvertrauten Patienten prinzipiell nicht geleugnet werden sollten, wie uns u.a. eindrucksvoll das Beispiel der italienischen Wachkoma-Patientin hoffentlich lehrte und uns in Teilen auch in der Rechtsprechung des BGH als Problem begegnete: Die Gewissensentscheidung der Pflegenden resp. der Heimleitung oder der Pflegedienstleitung.

Soweit ersichtlich, vertrete ich hierzu nahezu alleine im fachlichen Diskurs die Auffassung, dass der BGH die Tragweite seiner Ausführungen seinerzeit wohl nicht bedacht hat und sich  auf eine verfassungsrechtlich anmutende Selbstverständlichkeit hat zurückziehen können, dass auch das Recht der Gewissensentscheidung aus Art. 4 GG dem Selbstbestimmungsrecht der Patienten keine Grenzen zu ziehen vermag.

Dies ist prinzipiell richtig, wenngleich doch erst im Konflikt der weitere inhaltliche Konflikt entstehen kann, der letztlich einer Lösung bedarf und zwar um der Befriedigung eines umfassenden und ausgleichenden Rechtsgüterschutzes willen, nach dem zugleich auch die Grundrechte nicht nur der Patienten, sondern auch der Pflegenden in einem ausreichendem Maße gewahrt werden könnten (vgl. dazu den Ansatz im Beitrag, Der Wachkoma-Patient und ein „öffentlichkeitswirksamer“ Rechtsstreit - die „zulässige Sterbehilfe“ aus anwaltlicher Sicht?! >>> http://www.iqb-info.de/Barth%20vs.%20Putz_Wachkomapatient.pdf <<< pdf.)

Mit anderen Worten: Hätten  „Wild-West-Methoden“ durch „mildere Maßnahmen“ ersetzt werden können?

Nun – unabhängig von dem aktuellen Fall dürfte hier die Biografie des individuellen Einzelschicksals Aufschluss darüber geben, dass im Zweifel die einfache Kategorie der „Kündigung“ des Heimvertrages in Erwägung gezogen werden kann, wenn und soweit das Heim sich nicht in der Lage sieht, einen wie auch immer zu bewertenden Beitrag zur „Sterbehilfe“ aus einer als innerlich verpflichtend empfundenen Gewissensentscheidung leisten zu können. Die ethischen Dilemmata bestehen ohne Frage und insofern plädiere ich nach wie vor für eine Lösung, die selbstverständlich in Anlehnung an das Selbstbestimmungsrecht der Patienten zugleich auch den Mitarbeitern in stationären Einrichtungen die Möglichkeit eröffnet, an ihren Gewissensentscheidungen festhalten zu können, ohne dass dies allerdings zur Fremdbestimmung (wie im umgekehrten Fall auch) über den Patienten führt. Moralische und ethische Grundsatzdebatten durch das scharfe Schwert des Strafrechts lösen zu wollen, ist nicht nur nicht verfassungsrechtlich geboten, sondern verschärft sehenden Auges den „Kulturkampf“ um das selbstbestimmte Sterben, auch wenn es gelegentlich Sinn machen dürfte, „als Überzeugungstäter“ Zeichen zu setzen, ohne allerdings gleich in die Rolle eines „Märtyrers“ schlüpfen zu müssen.

Ganz allgemein gilt hierbei für mich, dass die Diskutanten und „Überzeugungstäter“ sich von altruistischen Vorstellungen einschließlich eines enthemmten ethischen Paternalismus endlich verabschieden und nach einem gangbaren Konsens streben sollten. Für mich besteht kein Zweifel, dass auch nach der zu erwartenden aktuellen Entscheidung des BGH die Debatte mit unverminderter Schärfe fortgeführt wird und letztlich nur als weiterer Beleg dafür dient, dass der Gesetzgeber in einem ersten Schritt gut beraten war, dass Patientenverfügungsgesetz zu verabschieden. Hierbei sollte es aber nicht sein Bewenden haben: Vielmehr kommt es nun darauf an, einen Beitrag zur Harmonisierung der verschiedenen Bereichsethiken zu leisten – eine Aufgabe, die sich der Gesetzgeber nicht entziehen darf, in dem er auf eine ausgewogene Rechtsprechung des BGH zuwartet.

Die Debatte ist auf das zurückzuführen, was ursprünglich ihren Kern ausmachte: Der Schutz des Selbstbestimmungsrechts der Patienten, auch wenn diese gelegentlich unvernünftige Entscheidungen zu treffen beabsichtigen. Mit zunehmender Etablierung der Ethik als Wissenschaft ist der hohe Rang des Selbstbestimmungsrechts aus dem Blickwinkel der Diskutanten geraten, wobei hier natürlich nicht der Fremdbestimmung des Patienten sowohl über die Ärzteschaft als etwa auch der beruflich Pflegenden das Wort geredet werden soll. Das „Prinzip der praktischen Konkordanz“ weist hier einen gangbaren Weg, der auch dem hohen Gut der individuellen freien Gewissensentscheidung Rechnung tragen könnte, in dem sich alle Diskutanten, aber vornehmlich alle die Schwersterkrankten Betreuenden sich darüber im Klaren werden, ob sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren können, ggf. das wunschgemäße „Sterben“ zulassen zu können, in dem nicht „nur“ die künstliche Ernährung eingestellt wird. Nein – es geht um mehr: Im Einzelfall muss über die „Tötung auf Verlangen“ nachgedacht werden und zwar gerade in den Fällen, in denen die „Tathandlung“ nicht mehr von den schwersterkrankten Patienten selber ausgeübt werden kann. Ja, es geht auch - wenn nicht gar primär - um „aktive“ Sterbehilfe in Gestalt der ärztlichen Suizidassistenz und da hätte ich mir eine lebhaftere Diskussion gestern in Phoenix Runde gewünscht.

Das Patientenverfügungsgesetz wurde trotz erheblicher Widerstände verabschiedet und es ist für mich keine Frage, dass hierin ein bedeutsamer Schritt zur Absicherung auch der Patientenautonomie erblickt werden kann. Nun erscheint es an der Zeit, sich den Fragen der ärztlichen Suizidassistenz zu widmen, wobei hier gleichermaßen darauf zu achten ist, dass wir die Gewissensentscheidungen auch der Ärzte so wie eben diejenigen der Pflegenden tunlichst beachten sollten.

Dass dies nicht unmöglich ist, zeigt uns u.a. auch die Judikatur des BVerfG, die zwar nicht immer unumstritten war und ist, aber uns doch lehrt, dass „Gewissenentscheidungen“ gerade konfessionsgebundener Träger und deren Mitarbeiter prinzipiell zu achten sind.

Hieraus könnte dann der Schluss zu ziehen sein, dass sich auch Alten- und Pflegeheime über das ansonsten übliche „Leitbild“ hinaus zur Frage positionieren, ob in ihren Einrichtungen ggf. „Sterbehilfe“ im weitesten Sinne geleistet werden kann und darf. Nun will ich zwar hier nicht den gravierenden Fehler begehen, auf die „Gewissensentscheidung“ der Professionellen Einfluss auszuüben, aber eins sollte uns stets bewusst und immer gegenwärtig sein: Der schwersterkrankte Patient genießt vollumfänglich einen Grundrechtsschutz – wie du und ich – und von daher sollten wir die selbstbestimmte Entscheidung des Patienten akzeptieren, auch wenn wir für uns einen anderen Weg gehen würden.

Was also bleibt?

Auch die Träger von Alteneinrichtungen müssen für sich die Frage beantworten, ob diese ggf. ihre Bewohner/Patienten bis zum „verlöschenden Leben“ betreuen wollen, auch wenn diese sich ggf. zu einem Suizid oder eines klassischen medizinischen Behandlungsabbruch entscheiden oder qua einer Patientenverfügung bereits ihren nachhaltigen Willen dokumentiert haben. Bereits das Aufnahmegespräch zwischen Heimleitung, dem künftigen Bewohner oder in Ersetzung dessen mit dem Betreuer könnte hier ganz entscheidend zur Milderung einer möglichen Konfliktsituation beitragen.

Eine wie auch immer geartete Selbstjustiz – von wem auch immer begangen - ist nicht nur strafrechtlich von Belang, sondern vielmehr auch insofern ethisch bedenklich, weil damit das Selbstbestimmungsrecht des Patienten/Bewohners negiert wird, mal ganz davon abgesehen, dass unsere Verfassung hier deutliche Akzente gesetzt hat und im Übrigen die Rechtslage bezüglich einer ärztlichen Heilbehandlung ohne Einwilligung des Patienten völlig klar ist, über die sich eine stationäre Einrichtung nicht hinwegsetzen kann und darf!

Lutz Barth, 03.06.10 

Der Beitrag ist auch im BLOG >>> „Patientenautonomie“ <<< eingestellt worden und wenn Sie mögen, können Sie dort einen Kommentar abgeben.


Sedierung verhindert jede Aktivität

Eine Bewohnerin, die mehrmals außerhalb des Pflegeheims gesucht werden musste, wird so sediert, dass sie sich gar nicht mehr bewegen kann. >>> weiter

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 21.05.10) <<< (html)


Attacken im Aufenthaltsraum

Eine Bewohnerin attackiert andere Bewohner, wenn sie sich von diesen im Aufenthaltsraum gestört fühlt.

Was ist passiert?

Eine geistig voll orientierte Bewohnerin beansprucht den Aufenthaltsraum des Wohnbereichs, als ob er ihr Privatbereich sei.

Sie besteht darauf, dass das von ihr gewünschte Fernsehprogramm läuft, auch wenn dies sonst niemand sehen möchte.
Andere Bewohner, die der Bewohnerin als störend oder zu laut erscheinen, werden attakiert, indem sie beim Vorbeigehen einen Schubs oder das Bein in den Weg gestellt bekommen.
>>> weiter

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 14.04.10) <<< (html)


Kanada: Joint Venture für Schmerzpatienten - und Deutschland?

v. O. Tolmein, in >>> FAZ.net v. 19.04.10 (Biopolitik) <<< (html)

Kurze Anmerkung (L. Barth, 19.04.10):

O. Tolmein hat ein Thema aufgegriffen, dass in der Tat Beachtung verdient. Gelegentlich wird gerade im Recht darüber geschrieben, dass Patienten ein „Recht“ auf Schmerzfreiheit haben und mit Blick auf das von Tolmein beispielhaft genannte Medikament dürfte es unbestritten sein, dass die Wirkung von Dronabinol seit mehr als zwei Jahrzehnten im Hinblick auf das therapeutische Ziel einer effektiven Schmerzbehandlung bekannt ist. Nun scheitert es – wie im Übrigen vielfach – allerdings nicht an dem Willen der Gerichte oder etwa auch der Gesundheitspolitiker, sondern in erster Linie wohl an der der zähen und manchmal auch langwierigen Arbeitsweise des G-BA, der über die Zulassung zu entscheiden hat, bevor Kassen die entsprechenden Kosten übernehmen. Ohne Frage ist hier ein Umdenken erforderlich, auch wenn insoweit das Medikament Dronabinol seit 1998 hierzulande verkehrs- und verschreibungsfähig ist.

Ungeachtet der zähen Arbeitsweise des G-BA (wobei dies allerdings auch einen entsprechenden Zulassungsantrag voraussetzt), die selbstverständlich zu rügen ist (auch mit Blick auf die Neuordnung der Gesundheitsfachberufe) erscheint es mir allerdings nicht sachdienlich, die „üblichen“ Assoziationen zur Sterbehilfedebatte zu wecken. Eine effektive Schmerztherapie ist ohne Frage erforderlich, wenngleich doch der Patient selbst darüber bestimmen kann, ob er alle Therapieoptionen auch Sinne der palliativmedizinischen Betreuung wahrzunehmen gedenkt. Der Wunsch und die Forderung nach einer nachhaltigen Schmerztherapie schließt nicht (!) etwa den frei verantwortlichen Suizid aus, um so der Krankheit und den damit verbundenen Schmerzen entfliehen zu können und zwar selbst unter der Annahme, dass die Palliativmedizin resp. die Forschung große Fortschritte im Hinblick auf die Schmerzmedikation erzielt hat. Die freie Entscheidung eines Schwersterkrankten zum Suizid ist nicht nur auf die Aspekte der Ängste vor Schmerzen zu fokussieren, zumal ein Jeder dazu in der Lage und befugt ist, für sich seine „Lebensqualität“ auch vor dem Hintergrund einer schweren Erkrankung zu definieren.


Pflegekammer: Über den Abstand zwischen „Normgeber“ und „Normadressaten“!?

Das Thema „Pflege-/Gesundheitskammer“ wird auch auf dem kommenden Deutschen Pflegekongresses im Mai 2010 von verschiedenen Referenten unter dem Tenor „Pflegekammern – Aufbruch oder Irrweg?“ problematisiert.

v. Lutz Barth (15.04.10), in

BLOG >>> „Brauchen wir in Deutschland Pflegekammern?“


Schlaftablette am Morgen

Ein Bewohner erhält aufgrund eines Übertragungsfehlers bei der Medikamentenverordnung morgens eine Schlaftablette.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 26.03.10) <<< (html)


 Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen

Was ist passiert?

Neuer Patient meldete sich als Akut-Patient (ohne vorherige Terminvergabe) für die Sprechstunde an und gab seine Chipkarte bei der Helferin ab. Der Patient wurde ins Wartezimmer gebeten, die Chipkarte in der Montagshektik (außerdem nur 2 von 3 Helferinnen anwesend) beiseite gelegt und der Vorgang nicht weiter bearbeitet. Patient saß zwei Stunden im Wartezimmer (eigentliche Wartezeit wären etwa 45 min gewesen)und fragt dann am Sprechstundenende schließlich nach, ob er vergessen worden sei. Er litt übrigens an einem bereits wieder abklingenden Magen-Darm-Infekt. >>> weiter

Weitere Informationen zur Fallschilderung finden Sie unter dem nachfolgenden Link.

Quelle: Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen >>> Fehler des Monats 03.2010 Report Nr. 526 <<< (html)


Verbrühung der Füße
Ein Bewohner erleidet Verbrühungen 1. Grades an beiden Füßen.

Was ist passiert?

Ein demenzkranker Bewohner, der keine eigene Bewegungen mehr ausführt und keine Äußerungen mehr von sich gibt, bekommt von einer Pflegekraft ein Fußbad zubereitet. Die Pflegekraft kontrolliert die Wassertemperatur, empfindet diese als angemessen und stellt die Füsse des Bewohners ins Wasser.

Daraufhin verlässt die Pflegekraft das Bad, um eine Besucherin, die das Zimmer betritt, abzufangen.

Als die Pflegekraft nach ca. 2 Minuten wieder das Bad betritt, bemerkt sie die Verbrühung an den Füssen des Bewohners.
>>> weiter

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 02.03.10) <<< (html)


Vom DPR ist Transparenz einzufordern! Was nun, Herr Westerfellhaus?

Wie bereits darüber berichtet, fordert der DPR in allen Bundesländern die Errichtung sog. Pflegekammern.

Hierbei wird gerne darauf verwiesen, dass die Berufsverbände und damit gleichsam der DPR ca. 1,2 Millionen Beschäftige in der Pflege „vertreten“ – besser wohl geneigt sind, die beruflich Pflegen repräsentieren zu wollen.

Der DPR scheut sich nach wie vor, entsprechendes Zahlenmaterial der insgesamt in den Berufsverbänden organisierten Mitglieder zu veröffentlichen (vgl. dazu L. Barth, Geheimniskrämerei um Mitgliederbestand – DPR trägt maßgeblich zur Irritation bei, 04.04.09).

Insofern war es durchaus sympathisch, dass in den aktuellen Zeilen v. M. Zaddach (Freiwillige Registrierung – Erfordernis der Zeit, in Die Schwester/Der Pfleger 04/2009, S. 358 ff.) leise Töne der Kritik angestimmt worden sind: es lassen sich wohl Informationsdefizite aus der „gleichgültigen oder womöglich ablehnenden Haltung“ ableiten, die dringend behoben werden müssen. 

Nun – dieses Informationsdefizit wird u.a. durch eine Webpräsenz der Registrierung beruflich Pflegender unter der Adresse >>> http://www.regbp.de/ <<< zu beheben versucht und hier finden wir denn auch einen Hinweis darauf, dass die Registrierung als ein wichtiger Indikator für das berufspolitische Engagement der beruflich Pflegenden aus der Sicht der Berufsverbände gewertet wird:

„Vorrangige Zielsetzung der Registrierung beruflich Pflegender ist es, die Position der Profession gegenüber Politik und anderen Berufsgruppen zu stärken. Mit dem Ergebnis einer künftig gesetzlich verpflichtenden Registrierung und der Notwendigkeit zur kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung. Im Interesse aller – der Patienten, der beruflich Pflegenden und der Arbeitgeber.“

Quelle: Registrierung beruflich Pflegender, aaO., >>> http://www.regbp.de/was.html <<<.

Auch die Frage nach dem „Warum?“ wird auf der Webseite beantwortet und es leuchtet ein, dass die Registrierung zugleich auch der Professionalisierung des Berufsstands und zur Stärkung der Position der Profession Pflege beitragen soll (Quelle: aaO., >>> http://www.regbp.de/warum.html <<<).

Im Newsletter Nr. 04/09 des DPR hätte es sich ich angeboten, ggf. die Öffentlichkeit über die Strukturen und die „soziale Mächtigkeit“ des DPR zu informieren. Zwar wurde in diesem Newsletter darauf hingewiesen, dass eine der Deutsche Pflegerat die Zahl von Pflegefachkräften, die ihre regelmäßige Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen nachweisen, deutlich steigern will und das dazu jetzt in Berlin die „Registrierungsstelle beruflich Pflegender“ (RbP) als GmbH gegründet wurde. Dass hierbei nur knapp unter 9000 Pflegende registriert sind, muss allerdings irritieren. Auch wenn diese Zahl sicherlich nicht mehr aktuell sein dürfte, muss sich allen voran der DPR selbstkritisch die Frage stellen, ob hieraus ggf. ein Rückschluss für die „Kammerproblematik“ abgeleitet werden kann. Dies deshalb, weil partiell mit der Registrierung auch diejenigen Ziele verfolgt werden, die mit einer Verkammerung beabsichtigt sind.

Gemessen an den 1,2 Millionen Beschäftigten dürfte sich dann auch die Zahl der freiwillig Registrierten bescheiden ausnehmen – vielleicht ein Fingerzeig darauf, dass ein Großteil der beruflich Pflegenden rein gar nichts von einer Zwangsmitgliedschaft halten?

In diesem Sinne mag man/frau es mir auch nachsehen, wenn ich derzeit davon ausgehe, dass die große Basis der beruflich Pflegenden ein Mehr an konkreter Berufspolitik erwartet, statt darüber zu räsonieren, ob nun endlich in allen Bundesländern Pflegekammern zu errichten sind.

Ich halte es jedenfalls persönlich für den falschen Weg, die bescheidenen Erfolge der seit 2003 stattfindenden Registrierung nunmehr durch eine „Zwangsmitgliedschaft“ kompensieren zu wollen, obgleich sich doch gerade aus der Freiwilligkeit der Registrierung den Berufsverbänden ein Votum der Basis aufdrängt, wonach diese es wohl nicht für zwingend erachtet, sich öffentlich-rechtlich organisieren zu müssen, um etwas in der „Pflege“ und vor allem ihrem Berufsstand bewegen zu wollen.

Wenn also schon der DPR sich nicht in der Lage sieht, den Organisationsgrad offen zu legen, so vielleicht den aktuellen Stand der Registrierung? Man/frau wird abwarten müssen …

Lutz Barth, 28.02.10

Wenn Sie mögen, können Sie den >>> Beitrag <<< gerne im BLOG „Brauchen wir Pflegekammern in Deutschland?“ kommentieren.


Der „Ruf“ nach einer Pflegekammer!

v. Lutz Barth (25.02.10), in BLOG „Brauchen wir in Deutschland Pflegekammern?“

BLOG >>> Zum Beitrag <<<


Angebliche Verweigerung der Medikamente

In der Pflegedokumentation steht, dass Bewohner die Einnahme ihrer Medikamente verweigert hätten, obwohl diese noch im Medikamentenschrank liegen.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 02.02.10) <<< (html)


Gesundheitsminister Rösler geht gegen Sterbehelfer Kusch vor

Wie wir der Berichterstattung

Quelle: Ärzteblatt.de v. 01.02.10 >>> http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39896/Roesler_geht_juristisch_gegen_Sterbehelfer_Kusch_vor.htm <<< (html)

Vgl. dazu im Übrigen auch den Beitrag im Focus v. 31.01.10 >>> http://www.focus.de/politik/deutschland/rechtsstreit-roesler-geht-gegen-sterbehelfer-kusch-vor_aid_475812.html <<< mit einem Online-Voting zur Frage „Befürten Sie Sterbehilfe?“

entnehmen können, will sich der Bundesgesundheitsminister nicht unter Verwendung seines Bildes und einer ihm zugeschriebenen Äußerung für Zwecke des Sterbehelfers Kusch instrumentalisieren lassen. Nun – ob dem so ist oder war, soll diesseits nicht bewertet werden und es dürfte wohl ganz entscheidend darauf ankommen, ob und inwieweit sich der Minister bereits zu Fragen des ärztlich assistierten Suizids geäußert hat.

Hier hat Roger Kusch „Beweis angetreten“ und auf einen am 29.11.05 erschienen Artikel in der TAZ unter dem Tenor "Liberale empfangen 'Dignitas´-Chef" verwiesen. Vgl. dazu im Übrigen die Frankfurter Rundschau vom gleichen Tage.

Dass nunmehr offensichtlich Philipp Rösler einen Meinungswandel vollzogen hat, ist legitim. Zumindest spricht er sich deutlich gegen die aktive Sterbehilfe aus (vgl. dazu Philipp Rösler­ – klare Absage an aktive Sterbehilfe, in Ärzteblatt.de – BLOG v. 28.01.10 >>> http://www.aerzteblatt.de/blogs/39866/Philipp_Roesler_-_klare_Absage_an_aktive_Sterbehilfe.htm ).

Ob hiermit zugleich aber eine Absage an die Möglichkeit zur ärztlichen Suizidbeihilfe verbunden ist, bleibt nach wie vor eine offene Frage, zumal es unbestritten sein dürfte, dass auch die Palliativmedizin an Grenzen stößt!

Ungeachtet dessen bleibt es aber dem Minister unbenommen, seine ureigene Gewissensentscheidung zu treffen, auch wenn diesbezüglich ein Teil der Ärzteschaft und der Bevölkerung durchaus in Grenzen eine Sterbehilfe befürworten. Die Gewissensentscheidung eines Ministers wiegt nun allerdings nicht schwer, als die einer anderen Person und insofern sollte eine aufrichtige Debatte in unserer Gesellschaft geführt werden, als sich auf „Nebenkriegsschauplätzen“ zu bewegen.

Sofern im Übrigen Zweifel an der Kernaussage gehegt werden, darf hier auf eine Pressemitteilung des HVD – patientenverfügung.de v. 28.11.05 unter dem Link >>> http://www.patientenverfuegung.de/node/3773 <<< (html) verwiesen werden.

Dass nunmehr der Minister seine Auffassung geändert haben dürfte, ändert wohl nichts an seiner ehemaligen Aussage.

Sofern also im Diskurs hieran erinnert wird, ggf. auch unter Beifügung eines Fotos, erscheint mir denn auch nicht als so großes Problem, mit dem in der Folge die Gerichte zu beschäftigen sind, mal ganz abgesehen davon, dass Herr Rösler eine Person der Gegenwartsgeschichte ist und im Übrigen sein Bildnis dreifach unter seiner Homepage >>> http://www.philipp-roesler.de/ unter der Rubrik Medien / Pressefotos eingestellt ist.

Sei es drum – in der Sache selbst wird freilich die Debatte weiterzuführen sein und da erscheint mir persönlich doch der Kommentar im o.a. BLOG des Ärzteblatts ein wenig verfrüht zu sein, wonach man/frau „also zuversichtlich sein (kann), dass Regierung und Bundesärztekammer sich für einen Ausbau der Palliativmedizin einsetzen werden und dass auch künftig Bestrebungen, die sich für eine Lockerung des Verbots der aktiven Sterbehilfe einsetzen, nicht mit offizieller Unterstützung von Ärzteschaft und Politik rechnen können.“

Dass die Palliativmedizin weiter ausgebaut gehört, ist ohne Frage eine berechtigte Forderung, wenngleich diese eben nicht in Grenzfällen eine ärztliche Suizidbegleitung ausschließt!

Gleichwohl werden allerdings auch Politiker – gleich im welchem Amt – nicht umhinkommen, die Gewissensentscheidung der Ärzte aber eben auch das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Patienten zu respektieren. Persönliche Nähe oder Erfahrungen mit kirchlichen Einrichtungen vermögen hieran ebenso wenig etwas zu ändern wie das christliche Menschenbild, das eben nur ein „Bild“ unter vielen ist. Abgeordnete haben sich diesbezüglich zu bescheiden und sind in erster Linie an den Grundsatz der religiösen Neutralität zu halten.

v. L. Barth (01.02.10).

Dieser Kurzbeitrag ist auch im BLOG – Ärztliche Assistenz beim Suizid – eingestellt worden und wenn Sie mögen, können Sie ihn dort kommentieren.

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Sterbehilfe
Tod aus Systemzwang?

v. Christian Geyer

Quelle: Frankfurter Allgemeine, >>> FAZ.net v. 28.01.10 <<<

Kurze Anmerkung (L. Barth, 30.01.10):

Der o.a. Beitrag dokumentiert das Bemühen, den selbstbestimmten Willen eines Sterbewilligen ad absurdum zu führen. Es scheint, als gehen den Gegner einer ärztlichen Suizidbeihilfe die Argumente aus, so dass nunmehr nachgefragt wird, ob sich die „Freiheit nunmehr wieder Unfreiheit“ wandelt: „Wie viel Selbstbestimmung bleibt übrig, wenn der Sterbewillige zum Mitläufer seines eigenen erklärten Willens wird?“, da erkennbar der Tod zum „Funktionserfordernis“ werde und dem Suizidenten ein Kollektiv hilfreich zur Seite steht, dass eben zur Funktionserreichung einen helfenden Beitrag zu leisten aufgefordert ist.

Nun – es steht nicht in Abrede: die Selbstbestimmung ist ohne eine entsprechende Selbstverantwortung nicht denkbar und sofern ein schwersterkrankter Patient hieran festzuhalten gedenkt, wird freilich dem Willen Folge zu leisten sein – insofern ist der Sterbewillige nicht „nur“ Mitläufer, sondern führt gleichsam die Regie über seinen Abschied aus dem Leben.


Keine Verordnung zur Wundbehandlung

Obwohl eine Angehörige auf eine Wunde am Zeh ihrer Mutter hinweist, sorgen die Pflegefachkräfte nicht für eine ärztliche Verordnung zur Wundbehandlung. Einige Pflegekräfte führen dennoch eine Behandlung durch, andere nicht.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 26.01.10) <<< (html)


Die Lebenden und die Toten


Die Transplantationsmedizin beginnt sich von der "Tote-Spender-Regel" zu verabschieden

v. Linus S. Geisler (in UNIVERSITAS, 65. Jahrgang, Nr. 763, Ausgabe Januar 2010, S. 4-13)

Quelle: Linus Geisler.de >>> http://www.linus-geisler.de/art2010/201001universitas_tote-spender-regel.html <<< (html)


„Jetzt reicht mir aber der Käse“…

v. L. Barth (23.01.10), im BLOG – Ärztliche Assistenz beim Suizid -

BLOG >>> Zum Beitrag <<<


Sterbehilfe-Debatte: Wenn „Medizinethiker zu Überzeugungstäter werden“ …

… ist es wahrlich um das selbstbestimmte Sterben hierzulande nicht gut bestellt. >>> weiter

v. Lutz Barth, 13.01.10

>>> Pdf. Dokument aufrufen und drucken <<<

Dieser Kurzbeitrag ist auch im BLOG – Ärztliche Assistenz beim Suizid - eingestellt worden und wenn Sie mögen, können Sie dort diesen kommentieren.

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Pflegekraft soll Katheter wechseln


Die Aussage einer Pflegefachkraft, dass sie nicht die Kompetenz besitzt, einen suprapubischen Katheter zu wechseln, führt zur Androhung einer Kündigung.

Was ist passiert?

Ein Bewohner mit einem suprapubischen Katheter verliert unerwartet wieder Urin über die Harnröhre.
Der zuständige Urologe wird darüber informiert. Dieser weist die diensthabende Pflegefachkraft am Telefon an, den Katheter zu wechseln.

Die Pflegefachkraft gibt dem Arzt zu verstehen, dass sie dies nicht ausführen kann, da ihr die Qualifikation dazu fehle.

Nach dem darauffolgenden Streitgespräch erscheint der Urologe äußerst widerwillig und wechselt den Katheter selbst.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 22.12.09) <<< (html)


 Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen

"Wer stellt das Marcumar?"

Dieses Ereignis wird von einem Mitglied des Pflegeteams einer geriatrischen Tagesklinik berichtet.

Was ist passiert?

Pat. wurde in die geriatrische Tagesklinik aufgenommen. Bei Aufnahme zeigte sie den Marcumarausweis, der von der behandelnden Hausärztin schon für die nächsten zwei Wochen ausgefüllt war. Die Frage, ob sie ihr Marcumar wie gewohnt selbst weiternehmen wolle, wurde bejaht. Problem: Die restlichen Tabletten werden von den Schwestern der Tagesklinik gestellt.
Die Patientin rechnete damit, das Marcumar sei auch dabei, wir gingen davon aus, sie nehme es selbst nach Plan so wie immer (auch von den Schwestern nochmal nachgefragt und sogar so in der Kurve dokumentiert).

Mehr Informationen dazu, siehe nachfolgender Link!

Quelle: Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen >>> Fehler des Monats 12.2009 Report Nr. 514 <<< (html)


Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung vergleicht „Äpfel mit Birnen“ (?!)

Lutz Barth übt erneut Kritik an den Verlautbarungen der Patientenschutzorganisation (16.12.09)

BLOG >>> „Ärztliche Assistenz beim Suizid“ <<<


Pflegekammern gegen Pflege-Krise

v. Achim Beinsen

Quelle: pflegen-online, Der Pflegebrief, Ausgabe 04/2009 (Nr. 111) >>> http://pflegen-online.de/html/pflegebrief/pflegebrief_2009_04.pdf?PHPSESSID=b71925ff0a2196d3c6bf38033e093a85


 

Medikamentengabe unterbleibt

Da für ein Medikament, das aufgrund der Verordnung des Hausarztes als Tropfen vorhanden ist, nur die Dosierung für Tabletten vorliegt, unterbleibt eine Gabe seitens der Pflegekräfte.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 25.11.09) <<< (html)


Alte und Kinderlose kontra Junge und Eltern - Forscher weisen erstmals Verteilungskonflikte in sozialpolitischen Meinungen nach

Quelle: idw-online v. 25.11.09 >>> http://idw-online.de/pages/de/news345842 <<< (html)

Anmerkung v. Lutz Barth, 25.11.09:

Vgl. dazu insbesondere auch den Literaturhinweis in der o.a. Mitteilung. 

Das Alter – für die Politik kein Kinderspiel

Steigende Lebenserwartung auf der einen Seite, niedrige Geburtenraten auf der anderen –

welche Auswirkungen der demografische Wandel auf die Gesellschaft haben wird, hat sich inzwischen weitgehend herumgesprochen. Weitaus weniger bekannt sind jedoch die Folgen einer solchen Altersstruktur für sozialpolitische Entscheidungen.

v. H. Wilkoszewski, in MaxPlanckForschung 3 | 09, S. 10 ff., online unter >>> http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/multimedial/mpForschung/2009/heft03/pdf10.pdf <<< (pdf.)

u.a. zum Gesundheits- und Pflegebereich.

Anhand dieser Forschungsergebnisse ließen sich mehrere Szenarien auch für die Sterbehilfe-Debatte denken; es ist damit zu rechnen, dass aufgrund des demografischen Wandels künftig die Hochaltrigen ein beachtliches Wählerpotential stellen werden und abgesehen von den Verteilungskonflikten wird könnte dies auch dazu führen, dass das Schreckensszenario von einem „sozialverträglichen Ableben“ sich nur als eine Vision derjenigen erweisen wird, die da meinen, gegenwärtig in der Debatte um die ärztliche Assistenz beim frei verantworteten Suizid Furcht und Schrecken verbreiten zu müssen – freilich um einen hohen Preis, der zuvörderst in der Bescheidung des Selbstbestimmungsrechts und im Übrigen in der Marginalisierung der Würde als normativer Verfassungsbegriff zu bestehen scheint.

Es ist nicht damit zu rechnen, dass die künftige Mehrheit der Wählerinnen und Wähler in unserer parlamentarisch-repräsentativen Demokratie politische Parteien bzw. deren Positionen unterstützt, die gleichsam darauf drängen, dass sich die Wählerinnen und Wähler über kurz oder lang „sozialverträglich“ zu „verabschieden“ haben, ungeachtet der Tatsache, dass unsere Verfassung gegenüber solchen Tendenzen – wenn sie denn feststellbar sein sollten – verfassungsfest ist.

Gleichwohl wird allerdings der „Verteilungskampf“ unter den Generationen an Schärfe zunehmen und die gegenwärtig geführte Debatte um Priorisierung und Rationierung von denen der Gesundheit förderlichen und dienlichen Leistungen wird nach diesseitiger Einschätzung in den kommenden Jahren an Schärfe zunehmen. Nicht ausgeschlossen werden kann allerdings eine „Koalition“ der gesunden Hochaltrigen und der jüngeren Generation, die ein gemeinsames Interesse an bestimmten wohlfahrtsstaatlichen Leistungen begründen könnten, die ihnen ein Höchstmaß an individueller Lebensqualität gewähren und hiernach ihre Wahlentscheidung auszurichten gedenken.

Die weitere Entwicklung wird zu beobachten sein, auch wenn wir einige Szenarien nicht mehr überprüfen können, weil unsere Lebensuhr schlicht abgelaufen ist – das Jahr 2050 ist noch „weit weg“, so wie das Jahr der Veröffentlichung einer zu zweifelhaftem „Ruhm“ gelangten Schrift aus dem Jahr 1920 bereits lange „zurückliegt“; gemeint ist hier das Werk von Binding/Hoche mit dem Titel „Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens. Ihr Maß und ihre Form“, in der ein „Verteilungskampf“ von Hoche prognostiziert wurde und den auszufechten nachkommende Generationen wohl überantwortet ist. Indes aber gilt gegenwärtig und auch für die Zukunft: der „Verteilungskampf“ ist mit unserem Grundgesetz bereits entschieden und da dem so ist und auch bleiben wird, sollten sich die Diskutanten bei der Frage nach der Liberalisierung der ärztlichen Suizidbeihilfe auf die zentralen Gegenwartsfragen konzentrieren, statt mit einem Argument aufzuwarten, dass jedweden Diskurs bereits im Keime zu ersticken droht.


  Ein kritisches Ereignis - aktueller denn je!

Pflegende zweigen Nahrungsmittel ab

Pflegekräfte zweigen vor der Ausgabe der Mahlzeiten Nahrungsmittel für sich ab.

Was ist passiert?

Einige Pflegekräfte schätzen vor der Ausgabe der Mahlzeiten ab, was übrig bleiben könnte und zweigen dann Teile der Mahlzeiten wie Brötchen, Frühstückseier, Nachspeisen, Obst, Joghurt, Kuchen, Käse und Wurst für sich ab.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 15.04.08) <<< (html)


Sterbehilfe: leitet Käßmann Kurswechsel der EKD ein?

Ein aktueller BLOG-Beitrag v. O. Tolmein (30.10.09)

Quelle: Faz.net >>> http://faz-community.faz.net/blogs/biopolitik/archive/2009/10/30/sterbehilfe-leitet-kaessmann-kurswechsel-der-ekd-ein.aspx?CommentPosted=true#commentmessage <<< (html)
 

Erzbischof und Mediziner für Förderung der Palliativmedizin

Quelle: Ärzteblatt.de v. 30.10.09 >>> http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/38738/Erzbischof_und_Mediziner_fuer_Foerderung_der_Palliativmedizin.htm <<< (html)

 

Kurze Anmerkung (L. Barth, 31.10.09):

Wie nicht anders zu erwarten, wird erneut das Argument vom „Dammbruch“ bemüht, wonach das medizinische Töten als gängige Alternative in der letzten Lebensphase erscheint.  Zu fragen ist, ob die Medizinethik künftig gewillt ist, einen Beitrag dazu zu leisten, dass dieser unsägliche und vor allem vermeintliche „Widerspruch“ zwischen Palliativmedizin und dem Selbstbestimmungsrecht aufgelöst wird. Es mutet mittlerweile grotesk an, wenn gebetsmühlenartig darauf hingewiesen wird, dass allein mit dem Ausbau der Palliativmedizin dem Sterbewillen einsichtsfähiger Menschen etwas entgegenzusetzen sei, ohne hierbei zu erkennen, dass es auch Patienten gibt, die das palliativmedizinische Angebot nicht anzunehmen bereit sind. Der ärztlich begleitete Suizid ist und bleibt eine Alternative zur Palliativmedizin und über diese Alternative entscheidet einzig der Patient und freilich die Ärztin oder der Arzt, die einen solchen Weg als human werten und demzufolge mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

Der Hinweis auf das „christliche Menschenbild“ hilft hier nun wahrlich nicht weiter, denn unser Grundgesetz kennt kein allgemein verbindliches „Menschenbild“.


Sendet die Deutsche Hospiz Stiftung seit Jahren „falsche“ Signale?

Nun mag es dem einen oder anderen despektierlich erscheinen, wenn nur wenige Wochen nach der Vergabe des in diesem Jahr erstmals verliehenen „Charity-Award“ des Springer-Fachverlags an die Deutsche Hospiz Stiftung der durchaus provozierenden Frage nachgegangen werden soll, ob die Patientenschutzorganisation seit Jahren falsche Signale sendet, wenn es darum geht, den Grund und die Reichweite des grundrechtlich verbürgten Selbstbestimmungsrechts zu markieren.

Zunächst ist daher „nur“ beabsichtigt, ihr Augenmerk auf eine Stellungnahme der Deutschen Hospiz Stiftung zu den Thesen, Beschlüssen und einem Gutachten zum 66. Deutschen Juristentag (>>>Sonderausgabe Hospiz Patientenschutz Aktuell zum 66. Deutschen Juristentag (PDF) v. 01.09.2006) zu lenken, in der die Deutsche Hospiz Stiftung u.a. zu der Frage der ärztlichen Assistenz beim Suizid Position bezogen und hierbei die Brücke zur Palliativmedizin und der Hospizidee geschlagen hat.

In Kürze wird dann aus diesseitiger Sicht die Position der Deutschen Hospiz Stiftung einer kritischen Prüfung unterzogen, zumal es hohe Zeit sein dürfte, die Diskussion um die ärztliche Assistenz beim Suizid etwas vitaler zu führen.

Lutz Barth, 30.10.09


Nachts im nassen Bett

Was ist passiert?  

Eine an Demenz erkrankte Bewohnerin entfernt sich jeden Abend, nachdem sie ins Bett gebracht worden ist, ihr Inkontinenzmaterial. Das Pflegeteam entscheidet daher, dass diese Bewohnerin nachts kein Inkontinenzmaterial mehr angelegt bekommt.

Die Folge ist, dass die Bewohnerin die ganze Nacht in einem nassen Bett liegt, obwohl sie sehr kälteempfindlich ist.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 19.10.09) <<< (html)


Auf ein Wort zum Sonntag: Koalitionsvertrag und „Sterbehilfe“

v. Lutz Barth, 25.10.09

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„Ich möchte keinem zur Last fallen“
Oder anders gewendet: Wer versklavt hier eigentlich wen?

v. Lutz Barth, 20.10.09

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„Berufsideologische Barrieren einreißen!“

Thomas Hommel im Interview mit dem neuen Präsidenten des DPR, Andreas Westerfellhaus

Hierzu eine Kurzanmerkung v. L. Barth (14.10.09) im BLOG “Brauchen wir Pflegekammern in Deutschland”

 BLOG >>> Beitrag <<< (html)


Erste Schwangerschaft im Wachkoma erfolgreich beendet

Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg >>> Mitteilung, aktuell Nr. 252/2009 vom 09.10.2009 >>> http://www.uni-erlangen.de/infocenter/meldungen/nachrichten.shtml/430 <<< (html)
 

Vgl. auch

Geburt im Wachkoma ist kein Einzelfall

Quelle: Ärzte Zeitung v. 11.10.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/default.aspx?sid=570449 <<< (html)

 

Zur weiteren Orientierung über das „erste“ Erlanger Baby“ mit weiterführenden Links >>> http://de.wikipedia.org/wiki/Erlanger_Baby <<< (html)


Eltern verurteilt: Gebet statt Medizin

USA: Elfjährige Tochter starb an unbehandelter Diabetes

Quelle: kath.net v. 12.10.09 >>> http://www.kath.net/detail.php?id=24184 <<< (html)

Kurze Anmerkung (L. Barth, 12.10.09):

Die Frage, ob möglicherweise Gott durch Menschen wirke, etwa durch Ärzte, ist offen geblieben. Im Rahmen des angesetzten Strafmaßes werden die Eltern die Möglichkeit haben, u.a. über die Frage, was „Gott ihnen lehren will“, nachzudenken, so der Richter.
 

Vgl. dazu im Kontext stehend zur bundesdeutschen Rechtslage den instruktiven Beitrag v.

W. Putz · B. Steldinger

Rechtliche Aspekte der Therapiebegrenzung in der Pädiatrie,

in  Monatsschrift Kinderheilkunde 2009 · 157:33–37; Online publiziert: 15. Januar 2009

Quelle: Springer Link, Zeitschriftenbeitrag >>> http://www.springerlink.com/content/uj57v5rh4u887150/ <<< (html)

Dort haben Sie auch die Möglichkeit, den Beitrag downzuloaden.


Schmerz bei Heimbewohnern über 65: Nur in jedem zweiten Fall behandelt
Erste Ergebnisse des PAiN-Kooperationsprojekts beim Deutschen Schmerzkongress

Quelle: DGSS, Pressemitteilung v. 10.10.09 >>> http://www.dgss.org/index.php?id=98&tx_ttnews[tt_news]=144&tx_ttnews[backPid]=15&cHash=887fe68835 <<< (html)
 

Vgl. dazu auch:

Ethik-Charta der DGSS

Quelle: DGSS >>> http://www.dgss.org/fileadmin/pdf/Ethik-Charta.lang_01.pdf (pdf. - Langfassung)


Medizin- und Pflegerechtler L. Barth lehnt jegliche Instrumentalisierung der Schwersterkrankten an ihrem Lebensende ab

Quelle: IQB – Internetportal zum gesamten Medizin- und Pflegerecht, PM v. 21.09.09

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Akuter körperlicher Verfall

Nachdem darauf gedrängt wurde, dass ein Antrag auf eine höhere Pflegestufe gestellt werden soll, kommt es zu einer akuten Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

Was ist passiert?

Die Leitung einer Einrichtung drängt darauf, einen Antrag auf Erhöhung der Pflegestufe zu stellen.
Kurz danach ist ein rapider körperlicher und psychischer Verfall des betreffenden demenzkranken Bewohners zu beobachten.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 25.08.09) <<< (html)


Nebenwirkungen nicht gemeldet

Obwohl ein Neurologe angeordnet hat, ihn zu verständigen, falls es zu Nebenwirkungen kommt, geschieht dies erst auf Initiative einer Angehörigen.

Was ist passiert?

Eine Bewohnerin bekommt vom Neurologen ein Dopamin-Präperat verordnet, welches einschleichend verabreicht werden soll. Sobald Nebenwirkungen zu beobachten seien, soll der behandelnde Neurologe verständigt werden.

Der Bewohnerin wird nach der Einnahme unruhig und es wird ihr übel.
Es wird eine Allgemeinärztin angerufen, die Paspertin-Tropfen verordnet, die die Bewohnerin nach eigener Aussage aber nie erhalten hat.

Als die Tochter darauf aufmerksam macht, dass ihre Mutter immer mehr in Erregung gerät und immer verwirrter reagiert, wird sie aufgefordert, selbst mit dem Neurologen Kontakt aufzunehmen.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 07.09.09) <<< (html)


Sepsis nach Katheterisierung

Was ist passiert?

Eine Pflegefachkraft legt bei einem Bewohner einen transurethralen Katheter, obwohl die medizinische Vorgeschichte des Bewohners (Urethrastenosen/Benigne Prostatahyperplasie) eindeutig gegen eine solche Maßnahme spricht.

Der Bewohner entwickelt daraufhin eine heftige Sepsis.

Die Pflegefachkraft im nachfolgenden Spätdienst leitet eine Einlieferung in die Notaufnahme in die Wege.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 18.08.09) <<< (html)


Bewohner greift Pflegekräfte an

Was ist passiert?

Ein psychisch kranker Bewohner wird aggressiv gegenüber den Pflegekräften, wenn er keine Zigaretten bekommt.

Er läuft einem hinterher, wird distanzlos, versperrt den Weg und hält uns Pflegkräfte sogar so fest, dass es schon zu Hämatomen gekommen ist.

Andere Bewohner haben auch schon Angst geäußert.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 20.07.09) <<< (html)


von fall zu fall
Aus der Fallsammlung der Norddeutschen Schlichtungsstelle. Diesmal: Stürze im Krankenhaus

Quelle: nä 07/2009 >>> http://www.haeverlag.de/nae/n_beitrag.php?id=2664 <<< (html)

Vgl. zur Thematik auch aktuell: 

Sturz aus dem Krankenbett

 v. Thomas K. Heinz, in Hessisches Ärzteblatt 08/2009, S. 531 >>> http://www.laekh.de/upload/Hess._Aerzteblatt/2009/2009_08/2009_08_13.pdf <<< (html)


 Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen

"Depression"

Folgendes Ereignis wurde dem Frankfurter Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen von einer/m Hausärztin/Hausarzt geschildert.

Was ist passiert?

Ein Patient litt unter einer Depression, einen Monat nach Beginn der Depression wurde er neben psychosomatischen Gesprächen mit Citalopram (1. Woche 10 mg, dann 20 mg) behandelt. Drei Wochen später berichtete er über anhaltende Depressionen, wollte aber wieder arbeiten gehen.

Mehr zum Sachverhalt und zu den Kommentaren erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link.

Quelle: Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen >>> Fehler des Monats 07.2009 Report Nr. 497 <<< (html)


Selbstständigkeit trotz Suizidgefahr

Die Mitarbeiter einer psychologischen Ambulanz empfehlen, einer Bewohnerin ihr Insulin und ihre Spritzen weg zu nehmen, da sie Suizidgedanken geäußert hat.

Was ist passiert?

Eine Bewohnerin - eine insulinpflichtige Diabetikerin, die ihre Injektionen selbstständig durchführt und die benötigten Utensilien auch in ihrem Gewahrsam hat - äußert gegenüber einer Pflegekraft Suizidgedanken und fragt, was passieren würde, wenn sie sich eine ganze Ampulle Insulin in den Bauch spritzen würde.

Die Pflegekraft erklärt ihr die Folgen einer Hypoglykämie und lenkt dann das Thema in eine religiöse Richtung, da die Bewohnerin oft in der Bibel liest.
Die Bewohnerin wird gebeten, die Entscheidung für einen Suizid gründlich zu überdenken und nicht aufgrund eines kurzzeitigen Impulses zu treffen. Die Pflegekraft empfiehlt der Bewohnerin auch, an Ihre Angehörigen zu denken, an denen sie sehr hängt.

Kurze Zeit später findet die Pflegekraft die Bewohnerin in einem subjektiv normalen Wesenszustand vor.

Die Mitarbeiter einer psychologischen Ambulanz, die informiert wird, da die Bewohnerin im Vorfeld schon öfter Kontakt mit dieser hatte, empfehlen, der Bewohnerin das Insulin und die Spritzen weg zu nehmen.

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 24.07.09) <<< (html)


Verschränkte Hände
Bei verstorbenen Bewohnern werden die Hände wie beim Gebet verschränkt.

Was ist passiert?

Die Hände von Verstorbenen werden wie beim Gebet verschränkt, obwohl es dann dazu kommen kann, dass der Bestatter die Finger brechen muss, um sie wieder auseinander zu bekommen.

Die Pflegedienstleitung vertritt die Meinung, dass verstorbene Bewohner "betend vor unseren Herrn treten sollen."

Mehr zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem folgenden Link und wenn Sie mögen, können Sie dort den Bericht kommentieren.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 10.07.09) <<< (html)


Aktuelle kritische Ereignisse!

 

  • Zum Gehen gezwungen

Eine Bewohnerin wird gegen ihren ausdrücklichen Willen gezungen, mit dem Rollator zum Speisesaal zu gehen.

Was ist passiert?

Eine sehr alte Bewohnerin empfindet das Gehen am Rollator als Qual und weint sehr oft, wenn sie dies berichtet. Dennoch wird sie immer wieder gezwungen, den Rollator zu nutzen.

Ein Teil des Pflegepersonals gibt ihr nach und nutzt den Rollstuhl, um sie in den Speisesaal zu bringen. Dafür gibt es dann aber oft eine Rüge von anderen Kollegen.

In der Einrichtung wird peinlich genau darauf geachtet, dass die Mobilität der Bewohner mit allen Mitteln aufrechterhalten wird. Dabei wird nicht auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Bewohners eingegangen.

Ein Teil des Pflegepersonals hat Verständnis und zeigt Mitleid.

Die Mehrzahl der Pflegekräfte findet es in Ordnung, dass die Bewohnerin sich den Maßnahmen zu beugen hat. Ihr "Gejammer" betrachten sie als Ausdruck ihrer Faulheit. >>> weiter

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 30.06.09) <<< (html)

 

  • Schläge ins Gesicht

Was ist passiert?  

Eine Pflegefachkraft schlägt einer an einer Psychose erkrankten, verwirrten und ängstlichen Bewohnerin ins Gesicht, da diese ständig hinter ihr her läuft.>>> weiter

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 26.06.09) <<< (html)


„Pflicht des Staates“ zur Errichtung einer Pflegekammer?

von L. Barth, 11.06.09,

im BLOG “Brauchen wir Pflegekammern in Deutschlandt”

 BLOG >>> zum Kurzbeitrag <<< (html)


Späte Insulingabe

Was ist passiert?

Eine Klientin eines ambulanten Pflegedienstes bekommt ihre Insulininjektion (Insulin human) jeden Abend erst ca. 1,5 Stunden nach dem Abendessen. Da der Pflegedienst in der ländlichen Region unterwegs ist und die Klientin abends auch eine Abendtoilette und eine Inkontinenzversorgung erhält, ist aufgrund der langen Anfahrt nur ein Einsatz am Abend möglich.
Dieser Einsatz kann nicht vor dem Abendbrot erfolgen, da die Klientin dann bis zum nächsten Morgen in der nassen Inkontinenzeinlage liegen müsste.

Mehr Informationen zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 04.06.09) <<< (html)


Ablehnung einer Katheterisierung

Was ist passiert?        

Ein Klient möchte von einer Pflegekraft einen Katheter gelegt bekommen.
Die Pflegekraft erklärt, dass Ihm damit kein Gefallen getan wird und empfiehlt, den kassenärztlichen Notdienst zu kontaktieren.

Mehr Informationen zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 12.05.09) <<< (html)


Italien: Präsident der italienischen Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, gegen kirchlichen "Einfluss" auf Gesetzgebung

Quelle: kathweb.at v. 21.05.09 >>> http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/26086.html <<< (html)


Betreuer erhält keine Informationen

Ein Betreuer erhält keine Informationen über die Dekubitusgefährdung einer ins Krankenhaus eingewiesenen Bewohnerin.

Was ist passiert?

Ein Krankenhaus empfiehlt einem gesetzlichen Betreuer mit den Aufgabenkreisen Aufenthaltsbestimmungsrecht und Gesundheitsfürsorge, dass eine Patientin mit einem Dekubitus 3-4 Grades wegen gefährlicher Pflege aus dem bisherigen Pflegeheim ausziehen sollte.

Eine mehrere Wochen dauernde Berichtserstattung in der lokalen Tageszeitung über die schlechte Pflege in diesem Pflegeheim ist die Folge.

Mehr Informationen zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 12.05.09) <<< (html)


Christi Tod und seine Bedeutung für die Sterbehilfe-Debatte

v. Lutz Barth (08.05.09), im Blog: Patientenverfügung und Patientenautonomie

BLOG >>> Zum Beitrag <<<


Immer noch lesenswert und aktuell!

Gewalt, Krankheit und Tod - Wie gehen Christen mit Leid um?

3. Forum zur Begegnung von Christen und Muslimen in Niedersachsen

Impulsreferat von Landesbischof Dr. Friedrich Weber am 11. November 2005 im Haus kirchlicher Dienste in Hannover

Quelle; Landeskirche Braunschweig >>> http://www.landeskirche-braunschweig.de/uploads/download/Leid11-2005_01.pdf <<< (pdf.)


Falsche Sorte Insulin

Ein Diabetiker bekommt von den Pflegekräften eines Pflegedienstes mehrmals die falsche Sorte Insulin injeziert.

Was ist passiert?

Ein Kunde bekommt von den Pflegekräften eines ambulanten Pflegedienstes abends mehrmals hintereinander die falsche Sorte Insulin gespritzt.

Dadurch kommt es immer wieder zu einer Hypoglykämie. Der Kunde benötigt 2 verschiedene Sorten Insulin. Durch Unachtsamkeit und Zeitdruck wurden diese verwechselt.

Mehr Informationen zum kritischen Ereignis erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link.

Quelle: >>> KDA - Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 14.04.09) <<< (html)


Keine Hilfe trotz Gehproblemen

Einem Bewohner wird nicht geholfen, obwohl ihm des öfteren die Beine wegsacken, so dass er nicht mehr richtig laufen und nur noch über den Boden kriechen kann.

Was ist passiert?

Einem Bewohner sacken des öfteren die Beine weg, so dass er nicht mehr richtig laufen und nur noch über den Boden kriechen kann.
Ihm wird trotzdem nicht geholfen, weder beim Anziehen, noch beim Toilettengang. Von manchen Pflegekräften bekommt er als Strafe für sein Verhalten nur Tee und Zwieback zu essen oder er wird angeschrien.

Der Bewohner bekommt mehrere Psychopharmaka als Dauermedikation.

Hausarzt und Psychiater sind der Meinung, dass die Symptome psychisch bedingt seien. Ein größerer Teil der Pflegekräfte ist daher der Meinung, dass der Bewohner nur simuliert.

Mehr zu dieser Fallschilderung erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link!

Quelle: >>> KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 24.03.09) <<< (html)


Ungerechtfertigte Beschuldigungen

 Eine Bewohnerin behauptet immer wieder, dass ihr von Pflegekräften Gewalt angetan wurde.

 Was ist passiert?

 „Eine Bewohnerin, die an einer leichten Demenz leidet, behauptet immer wieder, dass sie geschlagen worden sei, schlecht behandelt wurde oder freche Beschimpfungen über sich ergehen lassen musste.
Die Bewohnerin benennt die Pflegekräfte, die ihr das angeblich angetan haben, auch beim Namen.

Sie erzählt dies jedem, den sie trifft. Anderen Bewohnern, Besuchern oder dem Hausarzt.
Ihr Sohn wird täglich von ihr angerufen und über die schlechte Behandlung informiert. Infolgedessen kommt dieser auch ständig zu den Pflegekräften, um sich zu beschweren.
Trotz Gesprächen mit den Pflegekräften und der Einrichtungsleitung bleibt der Sohn misstrauisch. Er hat seine Mutter sogar schon gebeten, den Telefonhörer nicht aufzulegen, damit er hören kann, wie mit ihr umgegangen wird.

Mittlerweile möchten auch die Pflegekräfte, die die Bewohnerin seit Jahren gern versorgt haben, nicht mehr allein in ihr Zimmer gehen, um zu vermeiden, keinen Zeugen zu haben, falls es wieder Beschuldigungen gibt. Auch die Nachtwachen gehen nur sehr ungern zu der Bewohnerin.“

Mehr zu dieser Fallschilderung erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link!

Quelle: >>> KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 05.03.09) <<< (html)


Infektionsschutz wird belächelt

Pflegekräfte belächeln die Infektionsschutzmaßnahmen eines Rettungsdienstes.

Was ist passiert?        

Als ein mit MRSA besiedelter Bewohner vom Rettungsdienst ins Pflegeheim gebracht wird, belächeln die Pflegekräfte die Infektionsschutzmaßnahmen des Rettungsdienstes.
Die Pflegekräfte führen keine besonderen Schutzmaßnahmen durch.

Unwissen über die Übertragungswege und Gefahr von MRSA käme als mögliche Ursache in Betracht. Als die Pflegekräfte auf ihr Verhalten angesprochen werden, heißt es, dass die Infektionsschutzmaßnahmen übertrieben seien.

Mehr zu dieser Fallschilderung erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link!

Quelle: >>> KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 06.02.09) <<< (html)


Hautverletzungen bleiben ungeklärt

Die Frage, ob die Hämatome und Risswunden an den Beinen einer Bewohnerin beim Umlagern entstanden sein könnten, bleibt ungeklärt.

Was ist passiert?

Eine bettlägrige Bewohnerin hat immer wieder Hämatome und Risswunden an Schienbeinen, Waden und Fußgelenken.

Wie es dazu gekommen sein könnte, bleibt aber ungeklärt. Vermutlich durch nicht fachgemäßes Anpacken der Beine. Eine Pflegekraft hat einen Fehlgriff zugegeben und sich entschuldigt. Dreimal wurden die Verletzungen gar nicht dokumentiert. Auf Nachfrage gaben, die als Verursacher in Frage kommenden Pflegekräfte, an, dass die Bewohnerin sich wohl selbst verletzt hätte.
Heim- und Pflegedienstleitung beließen es bei diesen Aussagen, obwohl diese nicht plausibel sind.

Quelle: >>> KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 15.01.09) <<< (html)


Ordnungswidrige Dienstpläne

Laut Dienstplan sind ganze Wohnbereiche während der Spätdienste nur mit Pflegehilfskräften besetzt.

Was ist passiert?

Eine Pflegedienstleitung macht Dienstpläne, nach denen ganze Wohnbereiche nur mit Pflegehilfskräften besetzt sind.

Die Pflegedienstleitung sagt, ihr kann nichts passieren, auch wenn sie gegen die Heimpersonalverordnung verstößt. Die Heimleitung ist über die Verfahrensweise informiert, unternimmt aber nichts dagegen.

Pflegefachkräfte wehren sich gegen diese Form der Dienstplangestaltung, indem sie die Heimaufsicht informierten.

Die Pflegedienstleitung reagierte sehr sauer und mit Repressalien gegenüber allen Pflegekräften, die ihr widersprechen. Alle Pflegekräfte arbeiten nun mit Angst.

Quelle: >>> KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 16.12.08) <<< (html)


Drohung wegen Überlastungsanzeige

Einer Pflegekraft wird nach einer Überlastungsanzeige von der Pflegedienstleitung mit Kündigung gedroht.

Was ist passiert?  

Eine Pflegekraft wird von der Pflegedienstleitung in Frage gestellt und mit Kündigung bedroht. Die Pflegekraft hatte nach drei Frühdiensten, in denen sie zu zweit (eine Fachkraft und eine Hilfskraft) 19 Bewohner betreuen mussten, eine Überlastungsanzeige gestellt.

Laut Pflegedienstleitung würde aber der Stellenschlüssel keine bessere Besetzung erlauben.

Die Überlastungsanzeige führte dazu, dass eine weitere Pflegehelferin für einige Stunden eingesetzt wurde.

Quelle: >>> KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 18.12.08) <<< (html)


Palliativmedizin macht Euthanasie überflüssig

Ein Kommentar v. J. Bonelli, in österreichische ärztezeitung,  2 3 / 2 4 v. 15. Dezember 2008

Quelle: imabe.org >>> http://www.imabe.org/fileadmin/downloads/presse/2008-12-15_OeAeZ.pdf <<< (html)



 

Unbeaufsichtigt in der Badewanne

Ein Bewohner wird trotz bekanntem Anfallsleiden von zwei Betreuungskräften in der Badewanne allein gelassen.

Was ist passiert?

Zwei Betreuungskräfte baden einen geistig behinderten Bewohner. In der Wohngruppe ereignet sich zur gleichen Zeit ein Notfall. Beide Betreuungskräfte verlassen das Bad und kümmern sich um den Notfall.
Als sie wieder zurück ins Bad kommen, ist der Bewohner ertrunken.

Der Bewohner wurde unbeaufsichtigt in der Wanne gelassen, obwohl bekannt war, dass er ein Anfallsleiden hat.
Die Betreuungskräfte sind der Meinung, dass sie aufgrund der schlechten Personalsituation gezwungen waren, das Bad zu verlassen.

Die Geschäftsführung wurde nach Aussage der Heimleitung schon des Öfteren über die schlechte Personalsituation informiert.

Mehr zu dieser Fallschilderung erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link!

Quelle: >>> KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 12.12.08) <<< (html)


Bundeszentralstelle Patientenverfügung
Wallstr. 65, 10179 Berlin
Tel.: 0049 - (0)30 - 613904 -11, Fax: -36
http://www.patientenverfuegung.de

Staatsanwaltschaft: Berliner Ärztekammer mitverantwortlich für rechtswidrige Intensivbehandlung entgegen Patientenwillen

Die Weigerung des Oberarztes Dr. K., eine begonnene künstliche Beatmung und Ernährung entgegen einer Patientenverfügung abzubrechen, ist als vorsätzliche Körperverletzung zu werten. Dies geht aus einer Sachentscheidung der Berliner Staatsanwaltschaft hervor, die dem Humanistischen Verband Deutschlands vorliegt. Entscheidende Mitschuld trifft danach die Berliner Ärztekammer, die im § 16 ihrer Berufsordnung bis heute Patientenverfügungen in bestimmten Situationen für „unbeachtlich“ erklärt. Anzeige erstattet hatte die Witwe des auf einer Intensivstation der Charité in Berlin-Mitte verstorbenen Günter Marquardt.
Der nierenkranke Patient hatte in einer Patientenverfügung festgelegt, dass Dialyse, Beatmung sowie künstliche Ernährung nicht länger erlaubt sind. Als sich sein Zustand nach einem Eingriff zunehmend verschlechterte und ihr Mann bewusstlos blieb, legte die bevollmächtigte Ehefrau Monika Marquardt die Patientenverfügung vor. Sie erwartete, dass man ihn nun friedlich sterben lassen würde. Der verantwortliche Arzt Dr. K. weigerte sich jedoch, dem nachzukommen. „Mir wurde das Wort `Euthanasie´ an den Kopf geworden und der Hinweis, `man sei hier doch nicht in Holland´“, berichtet die Ehefrau. Es folgten jahrelange zermürbende zivilrechtliche Verfahren und Ermittlungen. Nun stellt die Staatsanwaltschaft Berlin in einer Entscheidung vom 20. September 2008 fest: Der Arzt sei „verpflichtet gewesen …das Sterben des Patienten zu ermöglichen.“ Allerdings werde auf eine Anklage verzichtet. Zur Entlastung führe der Umstand, so die Berliner Staatsanwaltschaft, dass die „seitens der Ärztekammer Berlin verabschiedete Berufsordnung diverse Unklarheiten“ schafft.
RA Dieter Graefe, der die Mandantin Marquardt vertritt, kommentiert: „Die Staatsanwaltschaft hat klargestellt, dass ein Arzt, wenn er einen Patienten gegen dessen Willen behandelt, eine Straftat begeht, nämlich gefährliche Körperverletzung. Dies gilt selbst dann, wenn der Patient nicht schwer krank wäre. Ärzte, welche demgegenüber die Berufsordnung der Berliner Ärztekammer umsetzen, verletzen dieses Patientenrecht.“ Dr. Horst Groschopp, Präsident des HVD, hält das für skandalös: „Die Behauptung von hochrangigen Vertretern der Ärzteschaft, es bedürfe keiner gesetzlichen Klarstellung zur Patientenverfügung, erscheint dadurch in neuem, sehr fragwürdigem Licht“.

Fallgeschichte mit verwendbarem Foto:
http://hpd.de/node/531 Kontakt RA Dieter Graefe: 030 318675-43

Quelle: Mitteilung vom 2.12.2008
V.i.S.d.P.: Gita Neumann, Referentin für Lebenshilfe
Wallstr. 61-65 • 10179 Berlin
Tel. 030.61 39 04-19 • Fax 030.61 39 04-36


Sterbehilfe
Fall Kusch – Behörden geben sensible Daten weiter

v. Oliver Schirg, in (Quelle: >>> Welt online Hamburg v. 02.12.08 <<< html)


„Wie das Selbstbestimmungsrecht auf den Kopf gestellt werden soll“

… so lautet die Überschrift des aktuellen Editorials v. Robert Roßbruch in der Zeitschrift Pflegerecht 11/2008, S. 517.

Roßbruch nimmt hier den fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf unter der Führung von dem „Kreuzritter“ Wolfgang Bosbach (CDU) zur Patientenverfügung ins Visier und sein Votum gleich zu Beginn seiner Ausführungen lässt keinen Zweifel aufkommen: nach Roßbruch ist der Gesetzentwurf „antiliberal, antidemokratisch, antisäkular, antipluralistisch, unsozial und verfassungswidrig“.

Mit anderen Worten: der fraktionsübergreifende Gesetzentwurf zum Patientenverfügungsgesetz ist schlicht durchgefallen und darf – nach dem Schulnotensystem – wohl mit „ungenügend“ bewertet werden. Der Entwurf kommt in seinen Konsequenzen einer „Pervertierung des staatlichen Lebensschutzes hin zu einem staatlich verordneten Lebenszwang gleich“, so Roßbruch und hier ist ihm vorbehaltlos beizutreten.

Die Frage allerdings, warum das Selbstbestimmungsrecht mit dem Gesetzentwurf auf den Kopf gestellt worden ist, ist von Roßbruch nur „zwischen den Zeilen“ angesprochen: der Entwurf versucht, die verfassungsrechtlich verbürgte Patientenautonomie auszuhebeln! Aber warum dies so ist, kann sinnhaft nur mit dem Hinweis auf das „Kreuzrittertum“ erschlossen werden. Und in der Tat: Nicht wenige Abgeordnete haben sich der Karawane der selbsternannten „Ethiker und Hobbyphilosophen“ angeschlossen, deren geistige „Führung“ in verschiedene professionellen Lagern beheimat ist und uns an ihrem Verkündungsauftrag teilhaben lassen. Dies ist für sich genommen nicht allzu problematisch, sofern sich in der Folge der Gesetzgeber als verfassungsfest und gegenüber dem mainstream einer neuen neopaternalistischen Wertekultur als standhaft erweisen wird. Nachdenklich muss allenfalls stimmen, dass auch Juristen vermehrt und immer wieder davor warnen, „dass wir das lieber mit dem Gesetz sein lassen sollten“ und hier ist doch schon ein wenig mehr Argwohn anbefohlen und auch zu äußern: es ist nicht in das Belieben des Gesetzgebers gestellt, seinen grundrechtlichen Schutzauftrag aktiv wahrzunehmen – mag dem Gesetzgeber auch ein gewisser Beurteilungsspielraum zugebilligt werden. Gefahren gehen in erster Linie nicht (!) von einer Patientenverfügung aus, und noch weniger von den Patienten, die diese verfassen, sondern vielmehr von denjenigen, die da entgegen besseren Wissens gerade um ihrer Mission willen ihre Augen vor den verfassungsrechtlichen Notwendigkeiten verschließen. Es geht darum, um ein Höchstmaß an Rechtssicherheit Sorge zu tragen und nicht darauf vertrauen, dass die staatliche Gerichte das Rechtsproblem zu lösen in der Lage sind – mal ganz abgesehen davon, dass der Patient dann erst nach einem erfolgreichen Marsch durch die Instanzen selbstbestimmt „sterben“ darf und kann. Das verfassungsrechtlich verbürgte Selbstbestimmungsrecht mit der ihm innewohnenden Last der hohen Verantwortung durch den Patienten bedarf keiner „ethischen“ Neuorientierung und insofern sind dem „ethischen und moralischen Kreuzzug“ deutlich die Grenzen aufzuzeigen. Es bedarf keiner Verklärung des Todes oder einer wie auch immer gearteten Krankheit, um von der Notwendigkeit einer selbstbestimmten Entscheidung – wie immer diese auch aussehen mag – überzeugt zu sein. Mit solchen „ethischen Nebelbomben“ wird über Gebühr der Blick für die Realität eingetrübt und offenbart die Schwäche einer diskursiven Debatte über Werte, in denen es augenscheinlich darauf ankommt, alt hergebrachte konservative Werte zu revitalisieren.

Lutz Barth, 01.12.08


Schmerzauslöser bleibt unklar

Erst nach fünf Tagen wird bei einer im Sterben liegenden Bewohnerin ein Harnverhalt als Auslöser starker Schmerzen identifiziert.

Was ist passiert?

Die Pflegekräfte gehen bei einer Bewohnerin davon aus, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Der Hausarzt und die Angehörigen werden informiert. Der Hausarzt verordnet als Bedarfsmedikation bei Unruhe und Schmerzen ein Morphiumpräparat.

Drei Tage später erhärtet sich bei der Visite der Pflegedienstleitung der Verdacht einer Schenkelhalsfraktur. Der Hausarzt teilt auf Nachfrage mit, dass er eine Schenkelhalsfraktur bereits einen Tag zuvor diagnostiziert hätte. Dass die Bewohnerin eine OP aber nicht überleben würde. Er verordnet ein BTM-Pflaster.

Am nächsten Tag kann die Bewohnerin wegen starker Schmerzen trotz des BTM-Pflasters kaum gelagert werden.

Einen weiteren Tag später wird die Pflegedienstleitung auf Initiative einzelner Pflegekräfte darüber informiert, dass die Bewohnerin seit 3 Tagen keine Miktion mehr gehabt hätte, sich immer wieder in den Schritt greift und sehr unruhig ist. Die Pflegedienstleitung ordnet das Legen eines Harnröhrenkatheters an.

Als der Katheter gelegt wird, fließen aus der Blase ca. 500ml Urin. Danach wird die Bewohnerin sehr ruhig und scheint keine Schmerzen mehr zu haben.
Sie stirbt dann nach zwei Tagen in aller Ruhe.

Mehr zu dieser Fallschilderung erfahren Sie unter dem nachfolgenden Link!

Quelle: >>> KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 18.11.08) <<< (html)


Brot und Wasser werden niemanden verweigert …

und damit wird das Sterben unmöglich gemacht. Auch wenn in Italien das Wachkoma-Urteil des Kassationsgerichts keinen Zweifel daran aufkommen lässt, schicken sich nunmehr Heerscharen von Sterbehilfegegner an, Sturm gegen das Urteil zu laufen.

Eine Sprecherin der Initiative, die Anwältin Rosaria Elefante, nannte es im „Corriere“ eine „unsägliche Barbarei“, wenn man einen Behinderten an Hunger und Durst sterben lasse, so die Mitteilung im >>> Deutschen Ärzteblatt v. 17.11.08 <<< (html).

34 italienische Verbände bereiten eine Eingabe beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vor. Sie wollen in Straßburg gegen das Kassations-Urteil und den zugrunde liegenden Entscheid eines Mailänder Berufungsgerichts vom Juli vorgehen.

Es bleibt zu hoffen, dass wir von einer solchen ethischen Zwangsbeglückung hierzulande verschont bleiben, auch wenn mit Unbehagen festzustellen ist, dass die Gegner des Patientenverfügungsgesetzes nichts unversucht lassen, uns von ihrer ethischen Grundauffassung zu überzeugen. Es nimmt daher nicht wunder, dass gegenwärtig eine regelhafte Medienkampagne gestartet wird, in der u.a. behauptet wird, dass es wohl besser sei, ein Patientenverfügungsgesetz nicht zu verabschieden, da im Übrigen alles „klar“ sei. Wenn überhaupt etwas klar in der Debatte zu sein scheint, ist es die Intoleranz der Sterbehilfegegner, die das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen als einen imperfekten Autonomieanspruch zu entlarven versuchen. Dies kann und darf nicht gelingen, da die Folgen für den letzten Akt im Leben katastrophal wären.

Lutz Barth, 18.11.08


 

Bewohner schmeißt mit Schuh

Eine umherirrende Bewohnerin bekommt von einem Bewohner einen Schuh an den Kopf geworfen, als sie dessen Zimmer betritt.

Was war passiert?

Eine demenzkranke Bewohnerin irrt abends über den Wohnbereich, als sie das Zimmer eines anderen Bewohners betritt, schmeißt dieser mit einem Schuh nach ihr.

Sie wird von dem Schuh am Kopf getroffen. Die Bewohnerin betritt häufig fremde Zimmer, wenn sie umherirrt. Andere Bewohner reagieren häufig zornig darauf.

Der Bewohner, der den Schuh geschmissen hat, bereute im Nachhinein sein Verhalten.

Seine Ungehaltenheit stößt auch auf Verständnis der Pflegemitarbeiter. Mit dem Bewohner wurde gesprochen und ihm nochmals erklärt, dass die Bewohnerin nicht mit böser Absicht umher irrt, sondern dass dies krankheitsbedingt ist.
Es wurde ihm zugesagt, dass das Pflegeteam nach einer dauerhaften Lösung sucht.

Was meinen Sie, wie sollte mit der Situation umgegangen werden? Wenn Sie mögen, können Sie hierzu Ihren Kommentar im KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege abgeben.

Quelle: >>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 04.11.08) <<< (html)


Verweigerung der Nahrungsaufnahme

Eine demenzkranke Bewohnerin verweigert nach mehreren Tagen mit Fieber, die Nahrungsaufnahme.

Was ist passiert?

Eine demenzkranke Bewohnerin, die bisher zusätzlich zur Nahrung über eine PEG-Sonde immer noch ein wenig gegessen hat, verweigert nachdem sie mehrere Tage Fieber hatte jegliche orale Nahrungsaufnahme. Vermutet werden Zahnschmerzen.
Eine Abklärung durch einen Zahnarzt ist aber nicht möglich, da die Tochter einen Besuch eines Zahnarztes mit der Begründung ablehnt, dass ihre Mutter früher große Angst vor dem Zahnarzt hatte. Es besteht eine Bedarfsmedikation bei Schmerzen.

Wenn Sie mögen, können auch Sie hierzu auf den Seiten des KDA – Online Berichts- und Lernsystems für die Altenpflege einen Kommentar abgeben.

Quelle: >>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 28.10.08) <<< (html)


Injektion ohne Insulinampulle

Eine Bewohnerin erhält eine Insulininjektion mit einem Pen, in dem keine Insulinampulle eingesetzt ist.

Was ist passiert?

Eine Pflegehilfskraft führt eine Insulininjektion mit einem Pen durch, ohne diesen zuvor zu kontrollieren. Erst dem Nachtdienst fällt beim routinemäßigen Wechseln der Kanüle das Fehlen der Insulinampulle auf.

Wenn Sie mögen, können auch Sie hierzu auf den Seiten des KDA – Online Berichts- und Lernsystems für die Altenpflege einen Kommentar abgeben.

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 03.10.08) <<< (html)


Freiburger Moraltheologe Schockenhoff gegen embryonale Stammzellforschung und Klonen

Quelle: >>> Ärzteblatt.de v. 08.10.08 <<< (html)


Falsche Wundversorgung

Aufgrund einer falschen Wundversorgung kommt es bei einer Bewohnerin mit mehreren Ulcus cruris zu Wundinfektionen.

Was ist passiert?         

Eine Pflegehilfskraft führt Verbandswechsel bei einer Bewohnerin mit mehreren Ulcus cruris durch, indem sie mit sterilen Kompressen auf dem Wundgrund herumwischt und dieselbe Kompresse für bis zu 5 offene Stellen am Bein benutzt. An den Wunden treten deutliche Infektionszeichen auf.

Wenn Sie mögen, können auch Sie hierzu auf den Seiten des KDA – Online Berichts- und Lernsystems für die Altenpflege einhen Kommentar abgeben.

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 08.10.08) <<< (html)


Leben im Isolierzimmer

Ein an Chorea Huntington erkrankter Bewohner muss seit Jahren in einem Isolierzimmer leben.

Was ist passiert?        

Ein Bewohner, der an Chorea Huntington erkrankt ist, muss seit Jahren in einem Isolierzimmer leben, welches nur von Personen mit Kittel, Mundschutz und Gummihandschuhen betreten werden darf.

Dies dient laut Pflegekräfte dem Schutz des Bewohners vor Infektionen.

Als der Bewohner wegen eines kleinen Eingriffs in ein Krankenhaus kam, wurde er in einem normalen Krankenzimmer untergebracht. Besondere Schutzmaßnahmen gegen Infektionen wurden keine ergriffen.

Was soll man als Angehörige davon halten?

Wenn Sie mögen, können auch Sie hierzu auf den Seiten des KDA – Online Berichts- und Lernsystems für die Altenpflege einen Kommentar abgeben.

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 22.09.08) <<< (html)


Ärzte bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Schweigepflicht und Kindeswohl

„Melden oder nicht? Wenn Ärzte sich bei Verdacht auf Kindesmisshandlung an die Jugendämter wenden, begeben sie sich auf dünnes Eis. In Bremen wurde jetzt die Gratwanderung zwischen Kindeswohl und Schweigepflicht diskutiert“ »»»» weiter

Von Christian Beneker, in Quelle: >>> Ärzte Zeitung.de v. 23.09.08 <<< (html)

Hinweis:

Vgl. dazu auch den Beitrag

Ärztliche Schweigepflicht – Umgang in schwierigen Fällen

v. Torsten Koop

Quelle: Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein >>>
https://www.datenschutzzentrum.de/vortraege/20080119-koop-kinderschutz.html <<< (html)


Unabgesprochene Streichung freier Tage

Als eine Pflegekraft zum Dienst kommt, stellt sie fest, dass ihr einige freie Tage gestrichen wurden.

Was ist passiert?        

Eine Pflegekraft tritt nach einem freien Tag wieder den Dienst an und stellt fest, dass im Dienstplan mehrere freie Tage gestrichen wurden und durch Früh- und/oder Spätschichten ersetzt sind.

Mit der Pflegekraft wurde darüber im Vorfeld nicht gesprochen. Als Auslöser werden wahrscheinlich mehrere Krankheitsfälle und daher Planungsprobleme der Pflegedienstleitung vermutet.

Wenn Sie mögen, können auch Sie hierzu auf den Seiten des KDA – Online Berichts- und Lernsystems für die Altenpflege einen Kommentar abgeben.

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 26.08.08) <<< (html)


Drohung nach Überlastungsanzeigen

Nachdem mehrere Pflegekräfte Überlastungsanzeigen geschrieben haben, droht die Heimleitung mit Abmahnungen.

Was ist passiert?

Aufgrund eines dauerhaften Mangels an Pflegekräften schreiben mehrere Pflegekräfte Überlastungsanzeigen.

Von der Leitung erfolgt daraufhin die Androhung von Abmahnungen, falls es zu weiteren Überlastungsanzeigen kommen sollte.

Das Team ist relativ sprachlos und auch uneins über das weitere Vorgehen. Was meinen Sie dazu?

Wenn Sie mögen, können auch Sie hierzu auf den Seiten des KDA – Online Berichts- und Lernsystems für die Altenpflege einhen Kommentar abgeben.

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 22.08.07) <<< (html)


Darf man/frau die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) kritisieren?

Die diesseitigen Statements zum Urteil des BVerfG in Sachen Nichtraucherschutz haben etliche Befürworter eines strikten Rauchverbots veranlasst, mir eine Mail zuzusenden, in der diese ihr Unverständnis äußern.

Insbesondere wurde „angemahnt“, dass die Rechtsprechung des BVerfG zu begrüßen sei und im Übrigen hier das „höchste deutsche Gericht“ Recht gesprochen hat, vermögedessen die Judikate des BVerfG zu akzeptieren sind.

Ungeachtet der unseligen Debatte um den Nichtraucherschutz gilt hier indes deutlich festzuhalten: Auch die Urteile des BVerfG sind durchaus kritisch zu reflektieren und es gehört zu einer wissenschaftlichen Streitkultur, ggf. auch darauf hinweisen zu dürfen, dass in manchen Fragen die Senatsmitglieder des BVerfG eine verfassungsrechtliche Lösung anbieten, die nicht immer verfassungsrechtlich geboten erscheint und noch weniger sich zwingend anbietet! Es ist also keine Frage des „mangelnden Respekts“ vor dem höchsten deutschen Gericht, wenn und soweit auch die Judikate des BVerfG kritisiert werden, sondern schlicht und ergreifend eine andere Wertung des Verfassungsrechts, mal ganz davon abgesehen, dass verschiedene grundrechtstheoretische Ansätze auch zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen führen können.

Hierbei ist evident, dass die jeweilige Besetzung des Senats hierbei durchaus eine entscheidende Bedeutung hat, wie nicht zuletzt auch der politische Streit jüngeren Datums um die Besetzung des Amts des Vizepräsidenten des BVerfG gezeigt hat.

Kurzum: Auch Bundesverfassungsrichter sind vor einer Kritik nicht gefeit. In aller Regel werden grundrechtsbezogene Spannungslagen in einem Abwägungsprozess aufgelöst und es liegt nun in der Natur der Sache einer „Abwägung“ begründet, dass diese auch mit guten Argumenten hätte anders ausfallen können, zumal dem Gesetzgeber ein beachtlicher Spielraum eingeräumt ist. Insofern gewinnen wir aus der Entscheidung die positive Erkenntnis, dass der Gesetzgeber sich auch für eine Regelung mit Ausnahmetatbeständen durchringen kann. Wünsche der Senatsmitglieder sind hierbei nicht zielführend und verbindlich, wie nunmehr offensichtlich in der Debatte gemutmaßt wird. Vielmehr ist es die Aufgabe der jeweiligen Landesgesetzgeber, hier eine „Gesetzgebung der Mitte“ zu finden oder – wie sich kürzlich der ehemalige Vizepräsident des BVerfG Hassemer ausgedrückt hat: eine Politik der Mittelhöhe.

Keinesfalls ist ein „Kreuzzug“ gefordert, bei dem ohne erkennbare Not Grundrechte auf Null reduziert werden. Wenden wir den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit auf die vom BVerfG als zulässig erachteten Lösungen in Sachen Nichtraucherschutz an, drängt sich für mich persönlich nur eine Lösung auf. Zugegeben: auch hiermit werden Wünsche des Unterzeichnenden offenbar, geht es im Kern doch vielfach um die Intention des Staates und mancher Verbände, Institutionen und berufsspezifische Gruppen, die „Freiheit“ über Gebühr einzuschränken, obgleich doch u.a. in der hohen Selbstverantwortung der Einzelnen und der Möglichkeit eines freien Willensentschlusses sinnvolle Korrektive zur Verfügung stehen.

Lutz Barth (13.08.08)


Sturz aus Hebelifter

Eine Bewohnerin stürzt bei Anwesenheit zweier Pflegekräfte aus einem Hebelifter.

Was ist passiert?

Eine Bewohnerin wird mit Hilfe eines Hebelifters mit Tragenetz, ins Bett transferiert.

Die Bewohnerin fällt trotz Anwesenheit einer Pflegefach- und einer Pflegehilfskraft aus dem Lifter, als sie etwa einen Meter über dem Boden hängt. Ohne sich weiter Hilfe zu holen hieven die beiden Pflegekräfte die Bewohnerin vom Boden ins Bett.

Was hat das kritische Ereignis ausgelöst und wie wurde mit der Situation umgegangen?

Dazu erfahren Sie mehr unter dem nachfolgenden Link!

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 07.08.08) <<< (html)


Schmerzhafte Wundversorgung eines Ulcus cruris

Durch die Verwendung von Desinfektionsmittel wird einer Bewohnerin erheblicher Schmerz bei der Wundversorgung zugefügt.

Was ist passiert?

Eine Wohnbereichsleitung besprüht ein Ulcus cruris einer Bewohnerin mit Händedesinfektionsmittel, um die Wunde zu desinfizieren. Die Bewohnerin schreit laut vor Schmerzen.

Die Pflegefachkraft hat trotz langjähriger Berufserfahrung erhebliche Wissenslücken hinsichtlich einer fachgerechten Wundbehandlung.

Wie wurde mit der Situation umgegangen?

Betroffenheit aller Pflegekräfte, die die Behandlung miterlebten. Insbesondere über die Schmerzensschreie der Bewohnerin. Niemand hat aber etwas gesagt.

Es erfolgte keine Dokumentation. Eine weitere Behandlung in dieser Weise erfolgte zunächst nicht mehr.

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 21.07.08) <<< (html)


Verwahrlosung trotz Pflegedienst

Obwohl eine Pflegekraft eines Pflegedienstes jeden Morgen zur Pflege ins Haus kommt, finden Angehörige ihre pflegebedürftige Verwandte in einem verwahrlosten Zustand vor.

Was ist passiert?

Nach einer Woche Urlaub besuchen Angehörige ihre pflegebedürftige Verwandte, die von einem Pflegedienst in ihrer Wohnung aufgrund der Pflegestufe 1 versorgt wird.

Die Frau liegt bewegungsunfähig im Bett. Sie hat sich über und über eingekotet. Bett und Bettwäsche sind mit teils frischem, im Wesentlichen aber mit festgetrockneten Kot verschmutzt. Getrocknete Kot- und Urinspuren ziehen sich vom Bett bis zur Toilette. Die ganze Wohnung stinkt erbärmlich.
Der alten Dame ist die ganze Situation sehr peinlich, aber sie ist körperlich nicht in der Lage aufzustehen und etwas zu ändern.

Die Angehörigen verständigen den Hausarzt und erklären ihm die Situation. Dieser kommt daraufhin umgehend in die Wohnung und veranlaßt eine Einweisung auf die geriatrische Abteilung eines Krankenhauses.
Die Klientin war stark dehydriert und blieb anschließend 25 Tage auf der geriatrischen Station des Krankenhauses.
Bei der Durchsicht der Pflegeunterlagen stellen die Angehörigen fest, daß am gleichen Tag und an den Tagen zuvor frühmorgens einen Besuch des Pflegedienstes erfolgt war.

Trotz des Zustandes der Klientin wurde von der besuchenden Pflegekraft keine Intervention veranlaßt.

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 24.07.08) <<< (html)


Aktuell: "Zu viele Köche ....?"

Der Bericht wurde dem Frankfurter Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen von einer/m Hausärztin/Hausarzt geschildert.

Was ist passiert?

„Der knapp 80-jährige dialyse-& insulinpflichtige Diabetiker entwickelte ein diabetisches Ulcus am li Fußrand, das sich unter konservativer Therapie mit tgl. VW und desinfizierenden Bädern nicht besserte. Wurde aus diesem Grund von mir der Gefäßchirurgie zugewiesen und von dort nach Anfertigung eines Rö wieder nach Hause geschickt (Befund: Grenzlamellenarosion kann nicht ausgeschlossen werden). In weiterer Folge wurde von der Hauskrankenpflegerin die Wundbehandlung eigenmächtig auf einen Okklusionsverband mit NuGel, Algesal und Actisorb geändert. Der darauffolgende Verbandswechsel wurde nach Rücksprache mit dem Dialysekollegen 3 Tage später im Krankenhaus durchgeführt mit der Bitte meinerseits einen Abstrich mit Antibiogramm durchzuführen. Beim nächsten VW wiederum 3 Tage später ist die Wundsituation deutl. verschlechtert, der Patient hat eine beginnende feuchte Gangrän mit Knochenbeteiligung und wird von mir sofort zur stationären Aufnahme an die Gefäßchirurgie überwiesen. Dort werden mehrere Stenosen im Unterschenkel und Fußbereich dilatiert. Die notwendige Amputation (Zeh/Vorfuß) wird wegen eines nicht einstellbaren Diabetes erst nach 2 Wochen durchgeführt“ »»» weiter

Quelle: Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen >>> Fehler des Monats 07.2008 Report Nr. 448 <<< (html)


Aktuell: Verzögerte Hilfe bei Notfall in einer Pflegeeinrichtung

Zu einem Bewohner, der über Brustschmerzen und Atemnot klagt, kommt erst nach vielen Stunden ein Arzt.

Was ist passiert?

Ein Bewohner klagt über Brustschmerz und Atemnot. Die zuständige Pflegekraft versucht daraufhin 2 Stunden lang die gesetzliche Betreuerin zu erreichen, um mit dieser zu entschieden, ob der Hausarzt gerufen werden soll.
Als der Hausarzt schließlich ca. 6 Stunden nach Auftreten der Beschwerden eintrifft, ruft er umgehend den Rettungsdienst.
Der Bewohner wird vom Rettungsdienst in Begleitung des Notarztes ins Krankenhaus gebracht.

Was hat die kritische Situation ausgelöst?

Die Pflegekraft hat die Situation vollständig unterschätzt. Die Symptomatik wies auf eine akute schwere Herzerkrankung hin, die sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes wäre zwingend erforderlich gewesen.

Quelle: >>>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 13.07.08) <<< (html)


Aktuell: Gefahr der Hypoglykämie wird nicht beachtet

Im Krankenhaus wird das Dosierungsschema für Insulin des Hausarztes übernommen und obwohl die Patientin wenig isst, werden keine weiteren Kontrollen durchgeführt.

Was ist passiert?         

Eine insulinpflichtige Diabetikerin wird im Krankenhaus, nachdem vor dem Essen der BZ-Wert bestimmt wurde, nach dem vom Hausarzt verordneten Dosierungsschema gespritzt.

Auf den Hinweis der Angehörigen, dass im Krankenhaus vielleicht nicht so viel Insulin gespritzt werden sollte, da die Patientin möglicherweise nicht so viel isst, gehen die Pflegekräfte nicht ein.

Die Patientin schläft nach dem Essen ein. Erst nach einer ganzen Weile wird der somnolente Zustand aufgrund einer akuten Hypoglykämie festgestellt.

Quelle: >>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 13.07.08) <<< (html)


Nachgefragt: Freie Rechtsinformationen für den freien Staatsbürger?

Quelle: Lutz Barth.de >>> Zum Kurzbeitrag <<< (pdf.)


Keine Reaktion auf Dehydratation

Eine demenzkranke Patientin trinkt nichts. Von den Pflegekräften wird darauf nicht reagiert.

Was ist passiert?  

Einer demenzkranken Patientin wird nur ein Becher mit einem Getränk ans Bett gestellt. Obwohl sie nichts trinkt, reagieren die Pflegekräfte nicht darauf.

Nach vier Tagen wird eine Exsikkose festgestellt und es muss eine Infusion verabreicht werden.

Der Patientin wird immer wieder ein Schnabelbecher ans Bett gestellt. Da sie eine normale Tasse gewohnt ist, erkennt sie nicht, dass es sich hier um ein Getränk handelt und greift nicht danach. Vermutlich ging das Pflegepersonal davon aus, dass die Patientin "lernen" würde, dass es sich bei dem Plastikbecher mit Deckel um ein Getränk handelt.

Quelle: >>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 30.06.08) <<< (html)


MDK- Prüfung steht an: Dokumentation wird neu geschrieben

Da eine Qualitätsprüfung durch den MDK ansteht, wird die komplette Dokumentation neu geschrieben.

Was ist passiert?

Immer dann, wenn interne oder externe Überprüfungen anstehen, wird oft tagelang die Dokumentation überarbeitet oder gar ganz neu geschrieben.

Aufgrund der schlechten Bezahlung arbeiten in der Einrichtung keine gut qualifizierten Mitarbeiter. Durch die geringe Qualifikation ist die Pflegeplanung oft zu kompliziert und nicht nachvollziehbar. Gerade Pflegehelfer machen aus Unwissen oft falsche Eintragungen.
Durch personelle Engpässe werden die Eintragungen oft im Voraus oder gar nicht gemacht.

Quelle: >>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 26.06.08) <<< (html)

Anmerkung (L. Barth):

Es ist selbstredend, dass Träger von ambulanten und stationären Einrichtungen zur sorgfältigen Dokumentation verpflichtet sind. Die Dokumentation hat mehrere Zwecke zu erfüllen und sie soll hierbei umfassend, zeitnah und vor allem auch den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Sofern im Nachgang hierzu Änderungen – und dazu zählt freilich auch eine Neufassung – vorgenommen werden, kann dies zu nicht unerheblichen straf-, zivil- und arbeitsrechtlichen Folgen führen. Hierzu wird in Kürze ein umfangreicher Beitrag erfolgen, da Dokumentationsversäumnisse offensichtlich häufiger als allgemein angenommen in der Praxis vorkommen.


MDK- Prüfung steht an: Dokumentation wird neu geschrieben

Da eine Qualitätsprüfung durch den MDK ansteht, wird die komplette Dokumentation neu geschrieben.

Was ist passiert?

Immer dann, wenn interne oder externe Überprüfungen anstehen, wird oft tagelang die Dokumentation überarbeitet oder gar ganz neu geschrieben.

Aufgrund der schlechten Bezahlung arbeiten in der Einrichtung keine gut qualifizierten Mitarbeiter. Durch die geringe Qualifikation ist die Pflegeplanung oft zu kompliziert und nicht nachvollziehbar. Gerade Pflegehelfer machen aus Unwissen oft falsche Eintragungen.
Durch personelle Engpässe werden die Eintragungen oft im Voraus oder gar nicht gemacht.

Quelle: >>> KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v. 26.06.08) <<< (html)

Anmerkung (L. Barth):

Es ist selbstredend, dass Träger von ambulanten und stationären Einrichtungen zur sorgfältigen Dokumentation verpflichtet sind. Die Dokumentation hat mehrere Zwecke zu erfüllen und sie soll hierbei umfassend, zeitnah und vor allem auch den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Sofern im Nachgang hierzu Änderungen – und dazu zählt freilich auch eine Neufassung – vorgenommen werden, kann dies zu nicht unerheblichen straf-, zivil- und arbeitsrechtlichen Folgen führen. Hierzu wird in Kürze ein umfangreicher Beitrag erfolgen, da Dokumentationsversäumnisse offensichtlich häufiger als allgemein angenommen in der Praxis vorkommen.


Kritisches Ereignis in der Pflege: Doppelte Dosis Morphium

Eine Bewohnerin bekommt die doppelte Menge Morphium injiziert, da eine Pflegekraft die Dosis für morgens und die für abends in eine Spritze aufzieht.

Was ist passiert?

Eine Pflegekraft zieht anstatt einer halben Ampulle eine ganze Ampulle Morphium in eine Spritze auf. Die Spritze soll nach Meinung der Pflegekraft einmal morgens und einmal abends genutzt werden.

Die Pflegekraft, die die Spritze verabreicht, vertraut darauf, dass die Injektion korrekt vorbereitet wurde. Sie wurde von der Pflegekraft, die die Spritze aufgezogen hatte, nicht informiert und hat auch nicht nachgefragt.

Infolgedessen erhält eine Bewohnerin morgens die doppelte Dosis Morphium injiziert.

Die Pflegekraft hat sich die Predigten vom Sparen der Einrichtungsleitung zu Herzen genommen. Es sollten die Kosten für eine Spritze gespart werden. Sie hat dabei nicht daran gedacht, dass diese Kosten nicht das Heim, sondern die Krankenkasse trägt.

Quelle: KDA – Fehlerberichts- und Lernsystem für die Altenpflege – Aus kritischen Ereignissen lernen >>> Bericht v. 13.05.08 <<< (html)


Aktueller Fehler des Monats

"Medikamente in doppelter Dosis genommen"

Was ist passiert?

„Folgende Geschichte lässt auch mir fast das Herz stehen: Der Patient ist Anfang 80 Jahre alt, lärmschwerhörig und herzinsuffizent, eine bodenständige Natur, schlicht aber keinseswegs dement. Kürzlich hat er bei uns ein Nachfolge-Rezept bestellt: Zwei mal 100 Tabletten Metoprolol 200 mg von zwei Herstellern! Er nehme schon länger je eine Tablette morgens ein! Daraufhin habe ich mir zuhause zeigen lassen, welche Tabletten er wirklich einnimmt: Außer 400 mg Metoprolol nimmt er noch zwei mal 10 mg Amlodipin von zwei verschiedenen Herstellern. Nicht eingenommen hat er das verordnete Metformin, wahrscheinlich hat er die Metoprolol-Tabletten für Metformin gehalten.“ »»»

Quelle: Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen >>> Fehler des Monats 06.2008 Report Nr. 434 <<< (html)


Kritisches Ereignis in der Altenpflege: Nächtliche Fixierung im Bad

Eine Patientin wird nachts am ganzen Körper im Bett fixiert, medikamentös ruhig gestellt und in ein Stationsbad verbracht.

Was ist passiert?

Eine verwirrte und unruhige Patientin wird von einer Pflegekraft im Nachtdienst mit dem Bett in ein hell erleuchtetes und stark geheiztes Bad geschoben, an Händen, Füßen und Bauch fixiert. Sie erhält keine Decke, da sie diese nach Aussage der Pflegekraft nur mit Kot verschmutzen würde. Zudem wird der Patientin ohne ärztliche Anordnung eine Neuroleptikum verabreicht.

Diese Maßnahmen werden an mehren aufeinanderfolgenden Nächten durchgeführt, ohne jemals einen Arzt zu informieren oder das Vorgehen in irgend einer Weise zu dokumentieren.

Die Patientin ist an den darauffolgenden Morgenden nur schwer zu erwecken und danach gegenüber Pflegepersonal sehr aggressiv.

Quelle: KDA – Fehlerberichts- und Lernsystem für die Altenpflege – Aus kritischen Ereignissen lernen >>> Bericht v. 08.04.08 <<< (html)

Kurze Anmerkung (L. Barth):

Hier bedarf es keiner langatmigen Ausführungen, um feststellen zu können, dass das Verhalten inakzeptabel und überdies strafrechtlich relevant ist. Die Fixierung erweist sich hier als freiheitsberaubende Maßnahme und die eigenmächtige Verabreichung des Medikaments erfüllt zugleich über den Tatbestand der Freiheitsberaubung hinaus insbesondere auch den Tatbestand der Körperverletzung. In diesem Zusammenhang stehend ist ferner auf den Straftatbestand des § 225 StGB hinzuweisen. Er umschreibt einen Qualifikationstatbestand der Körperverletzung und schützt u.a. Personen, die wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlos sind.


VG München: Zum Verbot der Führung der Berufsbezeichnung „Altenpfleger“

Zur Erinnerung:

Die Regierung von Oberbayern hatte dem Pfleger die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung "Altenpfleger" mit sofortiger Wirkung entzogen. Dem Antragsteller wird vorgeworfen, Anfang 2004 eine Heimbewohnerin beim Duschvorgang bei laufendem heißen Wasser alleine gelassen zu haben. Dabei habe sich die Heimbewohnerin so schwer verbrüht, dass sie hochgradige Verbrennungen erlitt. Anfang 2006 gab der Altenpfleger einem anderen Heimbewohner eine Ohrfeige. Nach Angaben des Altenpflegers war dies eine spontane Reaktion auf einen unvorhergesehenen Faustschlag in sein Gesicht.

Das VG München hat seinerzeit mit Beschluss v. 10.10.06 (Az.: M 16 S 06.3359) (pdf.)  dem Eilantrag eines Altenpflegers stattgegeben. Danach darf der Antragsteller bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens die Berufsbezeichnung "Altenpfleger" vorläufig weiterführen.

Das Gericht war der Auffassung, dass von dem Altenpfleger derzeit keine konkrete Gefahr für die Allgemeinheit bzw. die Bewohner des Alten- und Pflegeheims ausgeht. Neuerliche Pflichtverletzungen seien akut nicht zu befürchten. Nur dann könne ein sofortiges Verbot nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ausgesprochen werden. 

Ob dem Antragsteller tatsächlich die erforderliche Zuverlässigkeit für den Beruf als Altenpfleger fehlt, bleibt der eingehenden Prüfung im Hauptsacheverfahren vorbehalten.

Das VG München hat nunmehr in der Hauptsache entschieden und der Pfleger darf weiter seine Berufsbezeichnung führen. Die Entscheidung mit seiner Begründung liegt noch nicht vor und die Regierung von Oberbayern hat angekündigt, die Gründe zu prüfen, um dann ggf. in das Berufungsverfahren zu gehen.

Die Entscheidung hat zu allerlei Irritationen geführt. Vgl. dazu die etwa u.a. die Kommentare des Pflegekritikers Claus Fussek in den folgenden Mitteilungen:

 

„Horror- Pfleger darf wieder in Heimen arbeiten“

Zitat hieraus v. C. Fussek:

Der Münchner Pflegeexperte Claus Fussek spricht aus, was viele denken: „Was soll so eine Entscheidung? Das karikiert die Arbeit aller Kontrollinstanzen, wenn so jemand weitermachen darf. Und es schadet dem Ruf aller Pflegekräfte, die ihren Beruf vorbildlich ausüben. Eine Schande!“

Quelle: tz-online >>> Artikel v. 01.04.08 <<<
 

Kein Berufsverbot für misshandelnden Altenpfleger

Zitat hieraus v. Claus Fussek:

Claus Fussek, Pflegeexperte aus München, dazu heute gegenüber kobinet: "Ein solches Urteil ist unfassbar. Ist denn die Unversehrtheit Schutzbefohlener nichts mehr Wert? Wäre so etwas in einem Militärgefängnis passiert, hätte die misshandelnde Person mit Bestrafung zu rechnen gehabt und wäre umgehend aus dem Dienst suspendiert worden. Das Urteil scheint die Taten des Pflegers zu legitimieren. Es ist entsetzlich".

Quelle: kobinet – nachrichten >>> Mitteilung v. 06.04.08 <<<
 

Prügelnder Pfleger darf weiterarbeiten

Zitat hieraus v. C. Fussek:

„Pflege-Experte Claus Fussek schüttelt den Kopf. ,,Ich bin mir nicht sicher, ob S. als Tierpfleger noch eine Stelle bekäme, wenn er sich im Tierpark so etwas geleistet hätte." Wenn ein Pfleger weder menschlich noch fachlich dazu in der Lage sei, dann dürfe er auch nicht in einem Beruf arbeiten, der menschlich und fachlich so hohe Anforderungen habe. ,,Ich stelle mir die Frage, ob jemand von den verantwortlichen Richtern ihm seine Mutter oder seinen Vater anvertrauen würde."

Quelle: Merkur – online >>> Artikel v. 01.04.08 <<<

Sobald uns die Entscheidung vorliegt, werden wir diese rezensieren. In den jeweiligen Pressemitteilungen äußert sich neben Claus Fussek u.a. auch Sebastian Groth von der Heimaufsicht zum Fall.

Lutz Barth


Heimliche Medikamentengabe

Was ist passiert?

Angehörige fordern von einer Pflegekraft ein nicht ärztlich verordnetes homöopathisches Mittel in die Mahlzeiten eines Bewohners zu mischen. Angehörige sind davon überzeugt, sich bestens mit Medikamenten auszukennen.

Es wird immer wieder versucht, die Angehörigen davon zu überzeugen, dass die Verordnung von Medikamenten Aufgabe des behandelnden Arztes ist.

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege  >>> zum Bericht <<< (html) mit einer Stellungnahme des KDA


Tochter droht mit Heimaufsicht

Eine Tochter droht dem Heim, die Heimaufsicht einzuschalten, da die Pflegenden die Entscheidung des Urologen teilen, keinen suprapubischen Katheter zu legen.

Was ist passiert?

Die Tochter einer Heimbewohnerin besteht darauf, dass ihrer Mutter ein suprapubischer Katheter gelegt wird. Als der Urologe dies ablehnt und die Pflegekräfte dies der Tochter mitteilen, droht sie damit, die Heimaufsicht einzuschalten.

Die Bewohnerin ist sehr unzufrieden, weil sie stetig nass ist und mind. 1x pro Schicht umgezogen werden muss. Zudem gestaltet sich die Inkontinenzversorgung aufgrund ihrer Adipositas sehr schwierig. Die Tochter holt sich immer wieder Ratschläge bei der Krankenkasse, was man ihrer Mutter noch vermeintlich Gutes tun könne, um ihr das Leben im Heim zu erleichtern.

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege  >>> zum Bericht  <<< (html)


Lärmbelästigung in der Sterbephase

Pflegekräfte machen bei Reinigung von Pflegehilfsmittel großen Lärm während eine Bewohnerin im gleichen Zimmer im Sterben liegt.

Was ist passiert?

Während eine Bewohnerin im Sterben liegt, werden von zwei Pflegekräften in der Dusche Pflegehilfsmittel gereinigt, was mit einer erheblichen Lärmbelästigung für die Bewohnerin und die sie betreuenden Personen einher geht.

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege  >>> zum Bericht  <<< (html) mit einer pflegerischen und ethischen Stellungnahme des KDA


Mündliche Anordnung missverstanden

Was ist passiert?

Die Praxis war überfüllt, das Team durch Krankheit reduziert. Bekannter Patient mit rezidivierenden Nackenschmerzen wird mir, weil bekanntes Problem, zwischen zwei Patienten von der Arzthelferin angekündigt. Um Zeit zu sparen, ordnete ich an, eine Injektion Lidocain und den Patienten vorzubereiten. Als ich nach 10 min zum Patienten kam um zu Qaddeln sah ich, daß beim Patienten eine Infusionsflasche angehängt war und bereits lief.

>>> mehr zum kritischen Ereignis unter dem nachfolgenden Link

Quelle: Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen >>> Fehler des Monats 05.2008 Report Nr. 426 <<< (html)


Mobilisation gegen den Willen

Ein Bewohner wird, obwohl er verdeutlicht, dass es das nicht möchte, gezwungen das Bett zu verlassen.

Was ist passiert?

Ein Bewohner kann sich nicht verbal äußern, aber durch Bewegungen z. B. mit dem Kopf zeigen, was er möchte und was nicht.

Er wird nahezu täglich gezwungen, das Bett zu verlassen, obwohl er dies nur selten möchte.

Die Wohnbereichsleitung ist der Meinung, er müsse dazu gezwungen werden, da er sonst nur im Bett liegt.

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege  >>> zum Bericht  <<< (html) mit einer pflegerischen, ethischen und rechtlichen Einschätzung.


Zum neuen internetbasierten Fehlerberichts- und Lernsystem für die Altenpflege

v. RA Robert Roßbruch, >>> in Editorial PflR 01/2008, S. 1ff. <<<

Ich danke hier dem Herausgeber der Zeitschrift PflegeRecht, Herrn Robert Roßbruch und dem Verlag, für die freundliche Genehmigung, sein o.a. Editorial hier veröffentlichen zu können.


MRSA und fehlende Mund- und Nasenschutzmasken

Eine Pflegekraft soll eine Bewohnerin mit MRSA im Mund- und Rachenraum ohne Mund- und Nasenschutzmaske versorgen.

Was ist passiert?

Eine Pflegekraft soll eine Bewohnerin mit MRSA im Mund-/Rachenraum pflegen.

Die Pflegekraft weigert sich die Pflege ohne Mund- und Nasenschutzmaske durchzuführen, da im Haus keine Mund- und Nasenschutzmasken vorhanden waren

Es kam zu Konflikten im Pflegeteam; schließlich versorgte eine andere Pflegekraft die Bewohnerin ohne Mundschutz.

Die Woche darauf wurden Mund- und Nasenschutzmasken besorgt.

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege  >>> zum Bericht  <<< (html)

Literaturempfehlungen (L. Barth):

Vgl. dazu insbesondere die Informationen des RKI zu Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) >>> zur Übersicht auf den Seiten des (RKI) <<< (html)


Schneller Griff mit Folgen
Verwechslungsgefahr - Struktur in der Hausbesuchstasche zahlt sich aus.

„Ein Kollege hat in einem unkonzentrierten Moment zur falschen Ampulle gegriffen, was für Patienten fatale Folgen haben kann. In diesem Fall ging der „Griff daneben“ noch einmal gut aus.“

v. B. Hoffmann, in Quelle: >>> Der Hausarzt 03/2008, S. 48 ff. <<< (pdf.)


   

Qualitätsentwicklung per Click - praxistauglich, lehrreich und realitätsnah:
Lernen mit Hilfe des Internets anhand kritischer Ereignisse in der Altenpflege

„Hannover (KDA) - 13. Februar 2008 - Mit dem Online-Berichts- und Lernsystem "Aus kritischen Ereignissen lernen" betreibt das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) ein Qualitätsentwicklungsinstrument für die Altenpflege, das in Deutschland einzigartig ist", sagte KDA-Geschäftsführer Klaus Großjohann auf der Pressekonferenz des Kuratoriums anlässlich der Fachmesse Altenpflege+ProPflege 2008 in Hannover. "Nach nur vier Monaten Betriebszeit ist im System durch die Veröffentlichung von in der Pflegepraxis auftretenden Problemen ein beachtlicher Pool an aktuellem Pflegewissen entstanden. Damit hält die Altenpflege an eine internationale Entwicklung Anschluss, in der ein multiprofessioneller Austausch und Lernen mit modernen Methoden die Regel sein wird", freute sich Großjohann. Nun gelte es, neben dem Berichten kritischer Ereignisse das Lernen mit Hilfe des Systems verstärkt in den Altenpflegeeinrichtungen und der Altenpflegeausbildung zu verankern.

Derzeit sind rund 150 Berichte, 850 Kommentare sowie 50 Stellungnahmen von Experten auf der Internetseite www.kritische-ereignisse.de nachzurecherchieren.

"Eine erste Analyse hat ergeben, dass die eingereichten Berichte immer drei Kategorien zugeordnet werden können: der Pflegefachlichkeit, rechtlichen sowie ethischen Aspekten", verdeutlichte Projektleiter und KDA-Referent Heiko Fillibeck an einem aktuellen Beispiel aus dem System: Eine Praktikantin beobachtete, wie ein Pfleger einer Bewohnerin mit neurologisch bedingten Schluckstörungen beim Anreichen des Essens die Nase zuhielt, damit sie die passierte Nahrung schneller schluckte. Er forderte die Praktikantin dazu auf, dies ebenfalls so zu tun. "Anhand dieses Berichts sieht man erstens ganz klar, dass hier fachlich falsch gehandelt wurde, weil die Bewohnerin der Gefahr ausgesetzt wurde, Nahrung zu aspirieren", erklärte Fillibeck. "Zweitens: Nicht nur die gewaltsame Verabreichung der Nahrung, sondern auch die möglichen Folgen wie Erstickungsanfälle oder eine Lungenentzündung können den Pfleger rechtlich belangbar machen." Drittens sei die Haltung, die der Pfleger an den Tag gelegt habe, nämlich Zeitdruck auf Kosten der Bewohnerin auszubügeln, mit den ethischen Aspekten des Altenpflegeberufes unvereinbar, so der KDA-Referent für Pflegepraxis.

In einer Stellungnahme auf der Internetseite werden die drei Aspekte von den KDA-Pflegeexperten aufgegriffen. Sie beschreiben dort ethische Gesichtspunkte und rechtliche Konsequenzen, die in dem berichteten Ereignis von Bedeutung sind. Zudem weisen sie auf pflegerische Interventionsmöglichkeiten hin, beispielsweise, dass das Kauen und Schlucken der Bewohnerin dadurch angeregt werden kann, indem ihr nicht die gesamte Mahlzeit passiert angereicht wird. Nachzulesen ist aber auch, dass die Pflegeorganisation so angepasst werden sollte, dass der Bewohnerin ausreichend Zeit zum Essen bleibt.

Dieser Fall zeigt zugleich die Möglichkeiten auf, das System als Lernplattform zu nutzen: "Jede Altenpflegelehrerin kann an Beispielen wie diesen für ihren Unterricht Fälle bereitstellen, anhand derer realitätsnahes Lernen in Lernfeldern möglich ist", führte Projektmitarbeiter Andreas Kutschke aus. Einzigartig an der Internetseite sei dabei, dass alle Berichte und Kommentare durch das Expertenteam des KDA begleitet werden. "Dies soll verhindern, dass falsches Wissen verbreitet wird, wie dies beispielsweise in allgemeinen Internetforen für die Pflege geschehen kann", hob der Referent für Pflegeorganisation hervor. Aber nicht nur die Altenpflegeausbildung könne von dem leicht zugänglichen System profitieren, es könne auch hervorragend für die Qualitätsentwicklung und einrichtungsinterne Pflegestandards genutzt werden, so Kutschke: "Denn kritische Ereignisse, die gerne sehr emotional diskutiert werden, sind im KDA-System auf eine fachliche Diskussion heruntergebrochen, was Voraussetzung für den Lerneffekt ist."

Dass die Internetseite "ein gutes Medium ist, um Pflegewissen zu transportieren", findet auch Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial Holding GmbH, einem Heimträger aus Mönchengladbach und der erste Partner des KDA-Projektes, der die Lernmöglichkeiten des Systems in der Praxis erprobt. Wallrafen-Dreisow hat einige Berichte mit Kommentaren und Stellungnahmen aus dem System ausdrucken lassen und sie den Pflegeteams bei den Übergaben zum Schichtwechsel als Diskussionsgrundlage zur Verfügung gestellt. "Mir wurde mitgeteilt, dass in den Teams angeregt darüber diskutiert wurde, ob solche Fälle auch bei uns vorkommen könnten und ob die Lösungsvorschläge umsetzbar erschienen. Die meisten Teams meldeten zurück, dass sie die darin enthaltenen Informationen für praxistauglich und nützlich für ihr Fachwissen hielten", berichtete Wallrafen-Dreisow. Seine Mitarbeitenden hätten dadurch ihre Arbeitsabläufe reflektiert und ihren Blick auf risikobehaftete Arbeitsbereiche geschärft, lautete seine Bewertung. So könnten schon im Vorfeld Maßnahmen ergriffen werden, damit solche kritischen Ereignisse gar nicht erst auftauchten. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, die Inhalte der Internetseite weiterhin systematisch zu nutzen, indem beispielsweise einmal in der Woche den Teams die fünf aktuellsten Berichte zur Diskussion zur Verfügung gestellt werden", so Wallrafen-Dreisow.

Dass sich die Internetseite in der Praxis bewährt, freut die KDA-Mitarbeiter. "Dabei ist Mönchengladbach nur ein Beispiel, wie die Lernplattform "Aus kritischen Ereignissen lernen" genutzt werden kann. Für die Zukunft stellen wir uns vor, weitere Test- und Anwendungs-Partner mit ins Boot zu holen und auf der Internetseite auch die verschiedenen Lernmöglichkeiten, die das System bietet, zu präsentieren", so Projektleiter Heiko Fillibeck.“

 

Kontakt und Informationen:
Kuratorium Deutsche Altershilfe
Harald Raabe
Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 02 21/93 18 47-39
E-Mail: publicrelations@kda.de
Internet:
www.kda.de  und www.kritische-ereignisse.de

Quelle: KDA Pressemitteilung vom 13. Februar 2008

  Kurze Anmerkung (L. Barth):

Das in der Pressemitteilung geschilderte Fallbeispiel nebst der Expertise durch das KDA und den weiteren Stellungnahmen und Berichten aus der Praxis finden Sie auf dem nachfolgenden Link unter

>>> Nahrung wird mit Gewalt verabreicht >>> https://www.kritische-ereignisse.de/index.php?id=26&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=1259&cHash=029a4833a2

 


           

Kooperation des IQB mit der Redaktion des Online-Berichts- und Lernsystems für die Altenpflege

Das IQB - Internetportal: Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht hat mit der Redaktion des Online-Berichts- und Lernsystems “Aus kritischen Ereignissen lernen” eine Kooperationsvereinbarung getroffen. »»»

Quelle: openPR (IQB – 12.11.07) >>> mehr dazu <<<


Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl "kritischer Ereignisse" mit Verweis auf die entsprechenden Portale. Darüber hinaus  problematisieren wir auf dieser Seite auch Fragen, die weitestgehend als kritische Ereignisse gewertet werden können.


Mehr Informationen
zum KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen
– Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege finden Sie auf den Seiten des KDA unter >>> https://www.kritische-ereignisse.de/


Zugleich dürfen wir an dieser Stelle auf das Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen verweisen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter dem folgenden Link >>> http://www.jeder-fehler-zaehlt.de/


Kritische Ereignisse: Berichts- und Lernsysteme im Internet

ProAlter Cover 4/2007Pro Alter Titelthema 4/2007 zum online Lesen.

 

 

Für die Leserinnen und Leser des Informationsangebotes hat das KDA die PDF-Datei des kompletten Titelthemas online zur Verfügung gestellt. In der Ausgabe finden Sie interdisziplinäre Fachbeiträge von namhaften Autoren rund um die Berichts- und Lernsysteme aus Medizin und (Alten)Pflege.

Quelle: KDA >>> http://info.kritische-ereignisse.de/?p=53


Arzt wird trotz Hyperglykämie nicht verständigt

Trotz eines Blutzuckers von über 400 mg/dl verzichtet die zuständige Pflegefachkraft auf die Benachrichtigung eines Arztes.

Was ist passiert?

Eine Bewohnerin hat am frühen Abend einen Blutzucker von über 400 mg/dl. Laut Pflegeplan soll die Insulininjektion aber erst um 21 Uhr erfolgen. Die zuständige Pflegefachkraft ordnet an, die Injektion sofort durchzuführen und die Zufuhr der Sondennahrung abzustellen.
Ein Arzt wird nicht verständigt.

Die Pflegefachkraft hielt es nicht für notwendig den Notarzt zu rufen, da ein Besuch des Hausarztes am nächsten Tag angekündigt war.

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (25.01.08) >>> zum Bericht  <<< (html)

Kurze Anmerkung (L. Barth): Zum Bericht liegt eine Stellungnahme der KDA – Redaktion vor. Ergänzend hierzu ist anzumerken, dass grundsätzlich das Pflegepersonal angehalten ist, keine eigenmächtigen Behandlungsmaßnahmen zu ergreifen, sondern vielmehr verpflichtet ist, den zuständigen Hausarzt zu benachrichtigen.


Infektion eines Amputationsstumpfes

Eine Krankenpflegerin legt an einem Amputationsstumpf drei Tage den gleichen Verband an, es kommt zu einer Infektion der Wunde.

Was ist passiert?

Eine examinierte Krankenpflegerin kontrolliert bei einer demenzkranken Patientin die Wunde am Stumpf eines amputierten Fußes. Sie erneuert dabei den Verband nicht , sondern verwendet den alten Verband erneut. Die Wunde wird nur in Augenschein genommen, eine Behandlung unterbleibt.
Nach drei Tagen ist die Wunde stark entzündet.

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (18.01.08) >>> zum Bericht  <<< (html)

Anmerkung: Zum Bericht liegt eine fundierte Stellungnahme der KDA – Pflegeexperten vor.


Katheter wird mit Händedesinfektionsmittel besprüht

Eine examinierte Altenpflegerin besprüht nach dem ersten misslungenen Legen einen transurethralen Dauerkatheter mit Händedesinfektionsmittel und führt ihn erneut in die Harnröhre ein.

Was ist passiert?         

Eine examinierte Altenpflegerin legt bei einer Bewohnerin einen transurethralen Dauerkatheter. Als kein Urin kommt, zieht sie den Katheter wieder heraus und sprüht ihn mit Händedesinfektionsmittel ein. Danach schiebt sie ihn erneut in die Harnröhre, um die Bewohnerin zu katheterisieren.

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege >>> zum Bericht und weiterführend zu den bisher eingestellten Kommentaren <<<


Kritisches Ereignis in der Altenpflege - Nachtmedikation vor dem Abendessen

Eine Gruppe von demenzkranken Bewohnern bekommt die Nachtmedikation vor dem Abendessen verabreicht. Daraufhin können diese nicht mehr wie gewohnt essen und einige stürzen auf dem Weg in ihre Zimmer.

Was ist passiert?

Eine Gruppe von demenzkranken Bewohnern, die für gewöhnlich ihre Mahlzeiten selbständig einnehmen, wirkt beim Abendessen stets sehr hilflos. Immer wieder stürzen Bewohner auf dem Weg zu ihrem Zimmer.

Die Wohnbereichsleitung gibt den Bewohnern die Nachtmedikation schon vor dem Abendessen.

Quelle: KDA – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege >>> zum Bericht <<<


Pflegende machen sich über demenzkranken Bewohner lustig

Ein demenzkranker Bewohner muss sich nackt im Zimmer stehend von zwei Pflegekräften versorgen lassen, die sich dabei auch noch über ihn lustig machen.

Was ist passiert?                        

Zwei Pflegekräfte versorgen einen demenzkranken Bewohner nackt mitten im Zimmer stehend. Dabei machen sie primitive Bemerkungen über seine Geschlechtsteile und lachen über ihn. 

Quelle: KDA – Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege >>> zum Bericht und weiterführend zu den bisher eingestellten Kommentaren <<<


Kritisches Ereignis in der Altenpflege - Hauswirtschaftliche Hilfskraft muss Insulininjektion durchführen

Ohne vorherige Anleitung wird eine hauswirtschaftliche Hilfskraft von der Pflegedienstleitung gezwungen, eine Insulininjektion durchzuführen.

Was war passiert?       

Eine hauswirtschaftliche Hilfskraft wird aufgrund eines personellen Engpasses verpflichtet, in der Pflege auszuhelfen.
Dabei wird seitens der Pflegedienstleitung von ihr verlangt, einem Bewohner Insulin zu injizieren. Ihrem Einwand, dass sie sich das nicht zutraue, wird keine Beachtung geschenkt.
Sie führt daraufhin die Injektion mit zitternden Händen und Panikgefühlen durch.

Quelle: KDA – Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege >>> https://www.kritische-ereignisse.de/


Anne-Will-Talkshow - Lebenswichtige Fragen

„Ist Sterbehilfe ein Gnadenakt - oder zynische Geschäftemacherei? Diese Frage versuchte Anne Will am Sonntag in ihrer Talkshow zu beantworten. Mit dabei: der umstrittene Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli. Für bewegende Momente sorgten jedoch andere. Eine TV-Kritik von Malte Arnsperger“

Quelle: Stern.de >>> http://www.stern.de/politik/panorama/:Anne-Will-Talkshow-Lebenswichtige-Fragen/603540.html

Kurze Anmerkung (L. Barth):
Über die Kritik v. M. Arnsperger hinaus ist die Frage, ob die Sterbehilfe ein Gnadenakt oder eine zynische Geschäftsmacherei sei, letztlich nicht beantwortet worden. Nach diesseitigem Verständnis ist beides nachhaltig zu verneinen, geht es doch schließlich bei dem selbstverantworteten Abschied aus dem Leben ausnahmslos um eine vom Patientenwillen selbst getragene Entscheidung, zumal wenn diese in einer Patientenverfügung nachhaltig dokumentiert wurde. Auch wenn derzeit einzelne Politiker, aber auch Ärzteorganisationen die Organisation Dignitas auf das Heftigste kritisieren, sollten wir uns in der Debatte auf das konzentrieren, was geboten ist: die Stärkung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten auch mit Blick auf seine selbstbestimmte Entscheidung für seinen Tod. Die alles entscheidende Frage ist und bleibt, ob der Staat verpflichtet ist, dem Patienten diese Handlungsoption zu eröffnen und ggf. den Weg für einen ärztlich begleiteten Suizid zu ebnen. Dies hätte zur Konsequenz, dass zwar das Selbstbestimmungsrecht des Patienten nicht zur Fremdbestimmung der Ärzte führt, aber eben letztere nicht durch ein berufsständisches Unwerturteil mit den möglicherweise sich abzeichnenden berufsrechtlichen Sanktionen erfahren, wenn einzelne Ärzte es mit ihrem Gewissen vereinbaren können, in bestimmte Situationen einen vom Patienten gewollten Suizid zu begleiten. Insofern bedarf es klarer rechtlicher Regelungen, vermögedessen kein Raum mehr für berufsständische Glaubensbekenntnisse der Ärzteorganisationen verbleibt, die mit ihren Statements den Eindruck in der Öffentlichkeit erwecken, als sei die deutsche Ärzteschaft ganz überwiegend gegen einen ärztlich begleiteten Suizid, mal ganz abgesehen davon, dass hier die Kammern ganz empfindlich in die Grundrechtssphäre der Ärzte eingreifen. Die Gewissensentscheidung des Arztes ist frei von standesethischen Proklamationen.

Vgl. dazu den weiterführenden und im Übrigen kritischen Beitrag v. L. Barth, Sterbewille, Patientenverfügung und assistierter Suizid - Grenzen eines drohenden (palliativ)medizinethischen Paternalismus! >>> http://www.iqb-info.de/Patientenverfuegung_und_ethischer_Paternalismus.pdf


Nachgehakt: der unselige Papst-Tod?

Der Heilige Vater hat nie um ‚Euthanasie‘ gebeten’, so die Grundbotschaft der katholischen Kirche. Der päpstliche Leibarzt über die letzten Augenblicke im Leben Johannes Pauls II.: Er flüsterte ein ‚consumatum est – es ist vollbracht‘.

Quelle: Kath.net >>> http://www.kath.net/detail.php?id=18269

Kurze Anmerkung (L. Barth):
„Es handelte sich nicht darum, dass er sich der Krankheit ergeben hätte, sondern um einen bewussten und angenommenen Kreuzweg. Er wusste, dass er sich dem Ende näherte, dass er sich der Begegnung mit Gott näherte“ so der Leibarzt weiter. Im Nachgang hierzu dürfen wir auf den Beitrag „Unseliger Papst –Tod? Die künstliche Ernährung und die katholische Glaubenslehre“ unter >>>
http://www.iqb-info.de/Unseliger_Papst_Tod.pdf <<< verweisen.


Kritische Ereignisse in der Altenpflege!
Demenzkranker Bewohner verlässt unbemerkt das Pflegeheim

Ein demenzkranker Bewohner verlässt unbemerkt ein Pflegeheim und wird erst nach 24 Stunden mit starker Unterkühlung von der Polizei aufgefunden. 

Was war passiert?

>>>
mehr dazu <<< (pdf.)


Sherlock Holmes der Pflegefehler

 v. Ingrid Müller

 „Die Zustände in manchen Pflegeheimen sind katastrophal. Jetzt berichten Pfleger und Angehörige erstmals im Internet, was dort vor sich geht. Öffentlich und anonym“ »»»

 Quelle: HUK-Coburg-Gesundheitsportal >>> mehr dazu <<<


Kritisches Ereignis in der Altenpflege - Routinemäßiges Verabreichen von Abführmitteln

Was ist passiert? >>> mehr dazu <<< (pdf.)
 


KDA: Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege geht Online

“Nach fünf Monaten Entwicklungsarbeit und anschließender erfolgreich abgeschlossener Testphase geht ein bisher einmaliges Qualitätsentwicklungsinstrument für die Altenpflege Online: Das vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) initiierte und vom Bundesgesundheitsministerium geförderte Berichts- und Lernsystem "Aus kritischen Ereignissen lernen". "Damit stärken wir das Lernen in der Altenpflege als einen wichtigen und unerlässlichen Baustein der Qualitätsentwicklung in diesem Berufsfeld, für den sich das Kuratorium Deutsche Altershilfe seit Jahren immer wieder eingesetzt hat", freut sich KDA-Geschäftsführer Klaus Großjohann.”

Quelle: Auszug aus der PM des KDA v. 28.09.07 >>> http://www.kda.de/german/showarticles.php?id_art=331

Kurze Anmerkung (L. Barth):

Wir meinen, dass das Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege eine gute Sache ist und wir hoffen, dass dieses System von der Praxis dankbar angenommen wird. In der Tat kann in dem System ein wertvoller Beitrag auch zur Qualitätssicherungsdiskussion erblickt werden und bietet vornehmlich den in der Praxis Tätigen eine Plattform, ihre Fragen, Sorgen und Nöte an einen größeren Adressatenkreis zu richten und mit diesen zu diskutieren.

Nachfolgender Link verweist auf die Seite - Aus kritischen Ereignissen lernen – Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege >>> https://www.kritische-ereignisse.de/
 


 Pflegemängel und Ursachenforschung: Fehlentwicklungen im Pflegerecht!?

Das sog. Pflegerecht leistet nach diesseitiger Auffassung in großen Teilen der pflegekundlichen Literatur dem Pflegepersonal einen „Bärendienst“, da nicht selten zu unkritisch das Rechtsverhältnis zwischen dem Krankenpflegepersonal und dem Krankenhausträger im Verhältnis 1:1 auf die stationären Altenpflegeeinrichtungen übertragen wird.

Dies führt in der Konsequenz zu erheblichen Rechtsunsicherheiten, da in der pflegerechtlichen Literatur wesentliche Bedingungen für die Kooperationsbeziehungen im Arzt-Krankenhaus-Pflegerbereich ausgeblendet werden.
>>>
zum Beitrag <<< (pdf.)


Die "Macht" des geschriebenen Wortes und ihre/seine "Bedeutung" für die professionelle Pflege

v. L. Barth (2005)  >>> mehr dazu <<< (pdf.)


           

Kooperation des IQB mit der Redaktion des Online-Berichts- und Lernsystems für die Altenpflege

Das IQB - Internetportal: Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht hat mit der Redaktion des Online-Berichts- und Lernsystems “Aus kritischen Ereignissen lernen” eine Kooperationsvereinbarung getroffen. »»»

Quelle: openPR (IQB – 12.11.07) >>> mehr dazu <<<